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10.06.2026

Dokumentation der Schwemlinger Mundart: Gemeinsam Erinnern, Erzählen und Mitmachen

Dokumentation der Schwemlinger Mundart
Dokumentation der Schwemlinger Mundart



Die Kulturstiftung des Landkreises Merzig-Wadern lädt zur Auftaktveranstaltung des Projekts „fɪɐʀɪks ʊn hɪnɐʀɪks – Eine Dialektdokumentation“ am Samstag, 27. Juni, um 15 Uhr ins Museum Schloss Fellenberg in Merzig ein.

Wie klingt eigentlich Schwemlingen? Welche Wörter, Redewendungen und Geschichten prägen die Sprache und Identität des Dorfes? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt „fɪɐʀɪks ʊn hɪnɐʀɪks“ („vorwärts und rückwärts“) unter Leitung von Elena Koch, das im Rahmen der Kultur-Labore Merzig-Wadern startet und Teil des Programms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ ist.

Elena Koch wuchs in Schwemlingen auf, bevor es sie zum Studium nach Berlin zog – doch die Sprache ihrer Großeltern begleitet sie bis heute. Im Mittelpunkt des Projekts steht daher die wissenschaftliche und zugleich alltagsnahe Dokumentation der Schwemlinger Mundart. Dafür werden Interviews geführt, Gespräche aufgezeichnet und typische Wörter und Redewendungen sowie persönliche Erinnerungen gesammelt. Ziel ist es, den lokalen Dialekt als wichtigen Aspekt regionaler Kultur und Identität langfristig zu bewahren und für kommende Generationen sichtbar und hörbar zu machen.

„Der Dialekt ist Teil des moselfränkischen Dialektkontinuums und zählt, wie viele andere Moselfränkische auch, zu denjenigen, die als bedroht eingestuft werden und voraussichtlich in den nächsten zwei Jahrzehnten verschwinden werden. Deswegen besteht eine akute Notwendigkeit, den Dialekt möglichst zeitnah zu dokumentieren“, so Elena Koch.
Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, das Projekt kennenzulernen, Fragen zu stellen und eigene Erinnerungen oder sprachliche Besonderheiten aus Schwemlingen einzubringen. Besonders gesucht werden Menschen, die selbst Dialekt sprechen oder Geschichten und Erfahrungen aus dem Dorfleben teilen möchten.

Im weiteren Verlauf des Projekts werden Audio- und Videoaufnahmen erstellt, sprachwissenschaftlich ausgewertet und unter anderem in einem Dialektwörterbuch aufgearbeitet. Damit entsteht nicht nur ein kulturelles Archiv, sondern auch ein gemeinschaftliches Dorfprojekt, das Sprache, Erinnerung und regionale Identität miteinander verbindet.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Auftaktveranstaltung teilzunehmen und das Projekt aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen gibt es bei Elena Koch unter 0175 6121331 sowie per E-Mail an dialekt@elenakoch.com.

„Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ ist ein Programm für Kultur, Beteiligung und Demokratie. Es richtet sich an ländliche, insbesondere strukturschwache ländliche Regionen in ganz Deutschland. Gefördert wird „Aller.Land“ durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Programmpartner ist das Bundesministerium des Innern (BMI). Der Bund stellt für das Programm von 2023 bis 2030 insgesamt 69,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb zur Verfügung.
www.allerland-programm.de 
www.kulturlabore.merzig-wadern.de

Förderleiste Aller.Land
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