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23.10.2025

Das Gesundheitsamt informiert: Wie der Tigermücke ihr Unterschlupf im heimischen Garten entzogen werden kann

Das Gesundheitsamt informiert: Wie der Tigermücke ihr Unterschlupf im heimischen Garten entzogen werden kann
Das Gesundheitsamt informiert: Wie der Tigermücke ihr Unterschlupf im heimischen Garten entzogen werden kann


Mit den sinkenden Temperaturen neigt sich die Mückensaison eigentlich dem Ende zu. Doch für die invasive Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) bedeutet das keineswegs das Aus. Ihre Eier können Frost überstehen, sodass im nächsten Frühjahr wieder neue Mücken schlüpfen. Wer jetzt seinen Garten oder Balkon sorgfältig auf den Winter vorbereitet, kann aktiv dazu beitragen, dass sich die Tigermücke hierzulande nicht ausbreitet.

Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland etabliert. Sie ist überwiegend tagaktiv, sticht also dann, wenn man sich am liebsten im Freien aufhält. Im Gegensatz zu heimischen Mücken fliegt die Tigermücke Menschen gezielt an, kann sie über mehrere Meter hinweg verfolgen und mehrfach attackieren.

Die Tigermücke kann bestimmte Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren übertragen. Während hier bislang noch keine Übertragungen festgestellt worden, verzeichnet Frankreich bereits Infektionen. Die Bekämpfung der Mücke ist also wichtig, um die Garten- und Außensaison genießen zu können und langfristig Infektionen zu verhindern.

Warum gerade jetzt handeln?

Die Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt in kleine Wasseransammlungen – etwa in Blumentopfuntersetzern, Gießkannen, Eimern, Vogeltränken, Regenrinnen, Regentonnen oder alten Autoreifen. Selbst kleinste Mengen stehenden Wassers reichen aus, damit sich Larven entwickeln. Im Herbst können dort bereits Eier liegen, die den Winter überdauern.

So wird der Garten tigermückensicher:

  1. Wasserreste beseitigen: Alle Gefäße entleeren, auskippen, auswischen und über den Winter möglichst trocken lagern.
  2. Regentonnen abdecken: Tonnen und Fässer mit dicht schließendem Deckel oder feinmaschigem Netz verschließen.
  3. Blumentöpfe und Untersetzer: Leere Töpfe umdrehen, Untersetzer entfernen oder trocken einlagern.
  4. Vogeltränken und Eimer: Regelmäßig leeren und reinigen – oder über den Winter ganz beiseitestellen.
  5. Dachrinnen prüfen: Laub und Schmutz entfernen, damit sich kein Wasser staut.
  6. Balkon im Blick behalten: Auch kleine Sammelstellen wie Gießkannen, Aschenbecher, Kinderspielzeug oder Pflanzkübel kontrollieren.

Mit wenigen Handgriffen können Garten- und Balkonbesitzer helfen, die Ausbreitung der Tigermücke einzudämmen. Wer im Herbst Wasserquellen entfernt und Gefäße abdeckt, schützt nicht nur sich selbst, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz in der Region.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Merzig-Wadern plant für Frühjahr 2026 mehrere Informationsveranstaltungen zur Tigermücke. Näheres hierzu folgt. Für weitere Informationen oder bei Fragen steht das Gesundheitsamt telefonisch unter (06861) 80420 oder per E-Mail an gesundheitsamt@merzig-wadern.de zur Verfügung.

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