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25.11.2025

»Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen« - Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November

V. l. n. r.: Renate Memmesheimer, Andrea Schmitt, Iris Kühn, Anne Ernzerhof (alle Soroptimist International Merzig-Saarlouis), Andrea Eloy, Doreen Schrecklinger-Leuchtle (beide Landkreis MZG-Wadern), Rita Schmitt (Soroptimist International Merzig-Saarlouis), Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Hauptkommissar Jörg Günther, Oberkommissar Stephan Kopytko (beide Polizeiinspektion MZG), Dr. Sigrid Bitsch (Soroptimist International Merzig-Saarlouis), Dirk Joris (Verkehrsgesellschaft Merzig-Wadern).
V. l. n. r.: Renate Memmesheimer, Andrea Schmitt, Iris Kühn, Anne Ernzerhof (alle Soroptimist International Merzig-Saarlouis), Andrea Eloy, Doreen Schrecklinger-Leuchtle (beide Landkreis MZG-Wadern), Rita Schmitt (Soroptimist International Merzig-Saarlouis), Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Hauptkommissar Jörg Günther, Oberkommissar Stephan Kopytko (beide Polizeiinspektion MZG), Dr. Sigrid Bitsch (Soroptimist International Merzig-Saarlouis), Dirk Joris (Verkehrsgesellschaft Merzig-Wadern).


"Orange the World": Diese weltweite Kampagne ruft zum Stopp der Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf. Auch der Verein UN Women Deutschland macht vom 25. November bis 10. Dezember unter dem Motto „Stoppt Gewalt gegen Frauen“ auf das aufmerksam: Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Bürger sind dazu aufgerufen, entschieden gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorzugehen.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne steht Gewalt, die Frauen und Mädchen in der Öffentlichkeit erleben: auf der Straße, am Arbeitsplatz, im Sport oder online. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist laut UN Women Deutschland eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen weltweit und somit immer noch traurige Realität – in allen Ländern, Kulturen und sozialen Schichten. Alleine in Deutschland wurde im vergangenen Jahr etwa alle zwei Minuten ein Mensch vom Partner, Ex-Partner oder einem nahen Angehörigen misshandelt. 360 Frauen wurden getötet, nur weil sie Frauen waren.

Seit 1999 ruft UN Women auf der ganzen Welt zu den Orange Days auf, um sich gegen jegliche Art von Gewalt an Frauen zu positionieren. Durch gemeinsame Aktionen möchten sie in einem starken Verbund in allen Bereichen des öffentlichen Lebens auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam machen, Menschen zur Solidarisierung einladen und Beratungsangebote wie das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ noch bekannter machen. Unter 116 016 ist letzteres jederzeit kostenfrei erreichbar – für Betroffene, ihr soziales Umfeld und Fachkräfte.

Die Farbe Orange symbolisiert dabei das Versprechen für eine bessere, leuchtende Zukunft ohne Gewalt. Weltweit finden zwischen dem Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November und dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember Aktionen statt. Zum Auftakt am 25. November beteiligt sich auch die Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig Wadern an der weltweiten Beleuchtungsaktion: Ab Einbruch der Dunkelheit wird das Landratsamt orange illuminiert. Zudem werden für die Mitarbeiterinnen des Landratsamtes Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen angeboten.

Ebenso unterstützt die Gleichstellungsstelle eine Busaktion auf Initiative der Soroptimistinnen Merzig-Saarlouis: Zwei Linienbusse der Verkehrsgesellschaft Merzig-Wadern machen mit weithin sichtbarer Werbung auf den Busrückseiten und auf Plakaten im Innenraum auf häusliche Gewalt und die Telefonnummer des bundesweiten Hilfetelefons aufmerksam. Die Busse werden bis Ende des Jahres durch das nördliche Saarland fahren. Auf Initiative der Soroptimistinnen Merzig-Saarlouis hin wurde das Projekt gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Merzig-Wadern, der Kreisstadt Merzig, der Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig-Wadern und der Polizeiinspektion Merzig entwickelt.

Zur offiziellen Vorstellung am 17. November kamen Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten Institutionen zusammen: Dirk Joris, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Merzig-Wadern; Marcus Hoffeld, Oberbürgermeister der Kreisstadt Merzig; Daniela Schlegel-Friedrich, Landrätin des Landkreises Merzig-Wadern mit Doreen Schrecklinger-Leuchtle, Leiterin der Gleichstellungsstelle sowie Oberkommissar Stephan Kopytko und Hauptkommissar Jörg Günther von der Polizeiinspektion Merzig. Dr. Sigrid Bitsch, Präsidentin der Soroptimistinnen Merzig-Saarlouis nahm gemeinsam mit zahlreichen Clubschwestern an der Vorstellung teil. Die Kooperationspartner bedankten sich für die Initiative und das sichtbare Engagement aller Beteiligten.

Zum Auftakt der Orange Days findet zudem am 25. November um 16 Uhr eine Demonstration der Soroptimistinnen Merzig-Saarlouis in Merzig an der Stadthalle statt. Ziel ist es, öffentlich und deutlich ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen und möglichst viele Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Die Soroptimistinnen laden herzlich dazu ein, die Auftaktveranstaltung zu unterstützen. Auf dem Weg durch die Merziger Innenstadt bis zum Kirchplatz St. Peter wird die Sambagruppe BALAWAA unterstützen und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf das Thema aufmerksam machen.



Information: An wen können sich Frauen, die von Gewalt betroffen sind, wenden?

Das „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen – Unterstützung für Frauen in Not“ ist unter 116 016 an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr und in 18 Sprachen kostenfrei erreichbar: Betroffene können sich zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten lassen. Qualifizierte Beraterinnen stehen den Hilfesuchenden vertraulich zur Seite und vermitteln sie bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort, etwa an eine Frauenberatungsstelle oder ein Frauenhaus in der Nähe. Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit sichern den Zugang für Frauen mit Behinderung und geringen Deutschkenntnissen. Auch Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Fachkräften steht das Hilfetelefon für Fragen und Informationen zur Verfügung.

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