Geschlechtergerechte Medizin im Fokus: Großes Interesse am Vortrag im Landratsamt
In Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig-Wadern hatte der Soroptimist International Club Merzig-Saarlouis anlässlich seines 20-jährigen Bestehens kürzlich ins Landratsamt nach Merzig eingeladen – um ein hochaktuelles Thema aufzugreifen: die Grundlagenforschung für geschlechtergerechte Gesundheit. Das große Interesse und die lebhafte Diskussion im Anschluss an den Vortrag zeigten, wie relevant das Thema ist und wie viel Gesprächsbedarf besteht.
Als Referent konnte Professor Dr. Frank Kirchhoff, Mitbegründer des Centrums für geschlechtergerechte Biologie und Medizin (CGBM) an der Universität des Saarlandes, gewonnen werden. In seinem Vortrag machte er eindrucksvoll deutlich, warum es in der Medizin nicht ausreicht, Unterschiede zwischen Frauen und Männern lediglich festzustellen. Vielmehr gelte es, die zugrundeliegenden biologischen Ursachen zu verstehen, um Diagnostik, Medikamente und Therapien künftig geschlechtergerecht entwickeln zu können.
„Frauen und Männer reagieren bei Erkrankungen und auf Medikamente teilweise unterschiedlich. Die Grundlagenforschung hilft uns zu verstehen, warum das so ist“, erläuterte Professor Dr. Kirchhoff. Das CGBM leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und ist bislang das einzige Zentrum dieser Art in Deutschland.
Auch Dr. Sigrid Alt, Präsidentin des Soroptimist International Club Merzig-Saarlouis, zog ein positives Fazit: „Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie wertvoll die Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig-Wadern ist. Gemeinsam konnten der Club und die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte ein Thema in den Mittelpunkt rücken, das für eine moderne und gerechte Gesundheitsversorgung von großer Bedeutung ist.“
Das Seminarprogramm 2026 der Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig-Wadern ist unter www.merzig-wadern.de/gleichstellungsstelle sowie als Broschüre bei der Gleichstellungsstelle in der Bahnhofstraße 44 in Merzig erhältlich. Weitere Informationen gibt es per E-Mail an gleichstellungsstelle@merzig-wadern.de sowie telefonisch unter (06861) 80-1046 und (06861) 80-1045.