Personalratsversammlung tagte am 22. Mai 2019
Zur Personalversammlung im großen Sitzungssaal am Mittwochnachmittag, 22. Mai, begrüßte die Vorsitzende des Personalrats Jutta Schmitz die anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung.
Es wurden keine Bilder gefunden.
Der Personalrat, vertreten durch (v.l.) Joachim Brill, Ilona Mai, Thomas Klein, Vorsitzende Jutta Schmitz, Maria Kleber und Jessica Werno, informierte zusammen mit Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich in der Personalversammlung
Nach der Feststellung, dass die Tagesordnung in der vorliegenden Form angenommen wurde und keine weiteren Anträgen gestellt wurden, informierte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich in ihrem Tätigkeitsbericht über die Personalentwicklung des vergangenen Jahres.
In 2018 habe sich erfreulicherweise der Personalstand erhöht, von 406 auf 417 Köpfe, was in Vollzeitäquivalenten 328 auf 339 Stellen entspricht. „Das ist ein gutes Signal an die Verwaltung und an die Mitarbeiter, dass gesehen wird, dass Aufgaben zunehmen und es notwendig ist, die personellen Ressourcen zu erhöhen“, erklärte die Landrätin. Mit den neuen Stellen erkenne auch der Kreistag die Arbeitsdichte an.
Viel Bewegung habe es in den Abteilungen gegeben, was gleichzeitig viel Arbeit für die Personalabteilung darstelle: Unter anderem wurden 28 Mitarbeiter neu eingestellt, 17 Mitarbeiter haben die Kreisverwaltung verlassen, 11 haben gekündigt, 28 Mitarbeiter wurden höhergruppiert oder befördert. Nach Meinung der Landrätin habe sich das Betriebliche Gesundheitsmanagement gut entwickelt, mittlerweile würden viele Angebote schon vorgehalten werden, wie der Gesundheitstag, der in 2019 wieder angeboten werde, die Blutspende-Aktion und die sportlichen Angebote. Auch habe man sich im vergangenen Jahr mit den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz beschäftigt.
Die Landrätin informierte über das Vergleichsgutachten der Firma PWC, das für alle saarländischen Kreise erstellt wurde. Ziel war es zu vergleichen, wie die Landkreise ihre Aufgaben wahrnehmen und wie viel Einsparpotential vorhanden sei. „Für uns gab es ein gutes Ergebnis. Merzig-Wadern ist ein Landkreis, der von allen am effizientesten und am effektivsten arbeitet, mit den wenigsten Ausgaben und den besseren Ergebnissen“. Das Gutachten kann sich jeder Interessierte ansehen. „Für Merzig-Wadern wird wenig Verbesserungspotenzial gesehen“. Dass es keine großen Einsparpotenziale gebe, bedeute auf der Ebene der politischen Diskussion, dass die Ebene Landkreis gut funktioniere und als Verwaltungsebene für notwendig erachtet werde. „Das ist gut für Sie als Mitarbeiter und gut für mich als Landrätin“.
Es wurden keine Bilder gefunden.
Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich erläuterte kurz Ziel und Aufgabe des Vergleichsgutachten der Firma PWC
Der Bereich der Digitalisierung werde noch einiges an Arbeit mitbringen. Nach dem Onlinezugangsgesetz des Bundes muss bis 2021 für den Bürger alles online angeboten werden, was an Anträgen vorhanden sei. Hier sei wichtig, dass der ganze Prozess digitalisiert werden „Was online beantragt werden kann, soll auch online vom Sachbearbeiter weiterbearbeitet werden können“. Dies betreffe alle Bereiche. Dokumentenmanagementsystem (DMS), digitale Kundenakte, digitaler Rechnungsworkflow: viele Neuerungen werden noch kommen“. Die Landrätin bat darum, sich diesen Prozessen aufgeschlossen zu zeigen. „Diese Optimierungen sind nicht nur für den Bürger, sondern auch für die internen Abläufe und die Mitarbeiter. Haben Sie keine Angst, dass Jobs wegfallen, im Gegenteil: wir brauchen mehr Mitarbeiter“. In dem Zusammenhang informierte die Landrätin, dass am 1. Juli die Fachbereichsleitung für Verwaltungsorganisation und Digitalisierung mit der Arbeit beginne.
Weiter wies die Landrätin darauf hin, dass es ab August einen neuen Kreistag gebe, mit neuen Fraktionsvorsitzenden und Mitgliedern, die die Arbeit der Verwaltung noch nicht so gut kennen. Ab 1. September würden neue Räumlichkeiten in der alten Post angemietet werden, die, wenn auch nur kurz, eine räumliche Entspannung mit sich bringe.
An den Personalrat waren zwei Fragen gestellt worden, um die Jutta Schmitz die Landrätin um Stellungnahme bat.
Die erste Frage bezog sich auf ein Vorverlegen der Arbeitszeit von 6.30 Uhr auf 6 Uhr. Das lehnte die Landrätin ab: „Als Dienstleister für den Bürger sollten wir das sein, wenn es auch unsere Kunden sind. Und es ist nicht zu erwarten, dass um 6 Uhr Kunden kommen. Des Weiteren gibt es viele Mitarbeiter, die an feste Zeiten gebunden sind. Erweitert man nun die Möglichkeit für diejenigen, die eh schon Gleitzeit haben, schränkt man die Zeiten der Zusammenarbeit ein. Und Mitarbeiter mit unflexiblen Arbeitszeiten fühlen sich dann noch mehr gebunden. Die bisherige Regelung ist gut so“.
Die zweite Frage bezog sich auf eine Urlaubsregelung über die Weihnachts- und Sylvester-Feiertage, die in diesem Jahr auf Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und auf Dienstag, Mittwoch fallen. Somit war die Frage, ob an den jeweiligen Brückentagen generell die Kreisverwaltung schließe. Die Landrätin habe die Daten wohl gesehen, sich aber noch nicht endgültig damit beschäftigt. „Ich möchte vermeiden, dass das Haus über lange Zeit geschlossen ist. Wir werden uns diese Angelegenheit noch einmal zusammen ansehen“.
Im nächsten Tagesordnungspunkt informierte Jutta Schmitz über den Tätigkeitsbericht des Personalrates.
Seit der letzten Personalversammlung habe es 22 Personalratssitzungen gegeben, in denen man sich mit 98 Angelegenheiten für Beschäftigte besprochen hat, mit neun Fällen für Beamte und mit 29 Angelegenheiten zu allgemeinen sonstigen Themen. Der Personalrat nahm an Sitzungen des Kreistages und des Kreisausschusses teil, soweit es im personelle Fragen ginge. An 28 Vorstellungsgesprächen habe man teilgenommen, an sieben Sitzungen der Bewertungskommissionen, an drei drei Sitzungen der Kommission für Verbesserungsvorschläge und habe 17 Mitarbeiter in personalrechtlichen Angelegenheiten unterstützt.
Auch nahm der Personalrat an den vierteljährlich stattfindenden Arbeitsschutzsitzungen teil.
Zusätzlich fanden im Rahmen des Arbeitsschutzes in 2018 noch acht von insgesamt 13 Workshops zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz statt. An jedem Workshop nahm der Personalrat unterstützend teil. Die Workshops der einzelnen Arbeitsplatztypen hatten bereits im August 2017 begonnen und endeten erst im November 2018. Die Auswertung der Workshops zur GB-Psyche sei noch nicht abgeschlossen, dies würde noch etwas Zeit kosten.
Erfreulich sei, dass auf Anregung des Personalrats das Jobticket eingeführt werden konnte, zu dem sich schon neun Mitarbeiter angemeldet haben.
Ebenfalls beteilige sich der Personalrat an der Mitarbeiterzeitung, unterstütze und fördere die Betriebssportangebote, die erfreulicherweise gut genutzt werden würden.
Auch die Organisation des Betriebsausfluges, in 2018 eine Fahrt nach Amsterdam mit Alternative Wanderung, der Weihnachtsfeier und der Betriebsfeier an Fasching, habe der Personalrat übernommen.
Jutta Schmitz informierte in dem Zusammenhang über den diesjährigen Betriebsausflug. Als Datum stehe in der Planung der 6. September bzw. der 20. September. Angeboten werden eine Wanderung im Raum Trier-Saarburg, eine Kanufahrt auf dem Altarm der Saar bei Schoden und eine Busfahrt nach Bernkastel-Kues inklusive Schifffahrt.
Von der Komba war als Vertreter Jan Weber zu Gast, der kurz auf die Beamtenbesoldung einging, die in den nächsten drei Jahren um 8,1 Prozent steigen geplant steigen soll. Er wies im Vergleich der Bundesländer auf die Scherenspreizung im Bereich der Eingangsbesoldung hin, die immer weiter auseinanderging.