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20.04.2018

Landrätin sieht zumindest Teilentwarnung für die Notfallversorgung im Landkreis

Das Ergebnis des Gemeinsamen Bundesausschusses vom Donnerstag ist für das Saarland nicht so einschneidend ausgefallen, wie in einem ursprünglichen Plan vorgesehen. Darin war eine Reduzierung der Notaufnahmen auf nur noch vier Kliniken geplant. Erhalten bleiben nun 17 Notaufnahmen. Die Notaufnahme in Losheim zählt nicht dazu. Dennoch gibt Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich Entwarnung: „Die Notfallversorgung im Nordsaarland ist gesichert und bleibt es auch nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 19. April. Festzuhalten bleibt, dass der Beschluss noch nicht veröffentlicht ist und vom Bundesministerium der Gesundheit noch zu prüfen ist. Dennoch gehe ich davon aus, dass das Krankenhaus Losheim auch in Zukunft grundsätzlich an der Notfallversorgung teilnehmen kann.“ Sobald die Richtlinie des G-BA für die Notfallstrukturen in Krankenhäusern veröffentlicht ist, werde das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie mit dem Träger des Krankenhauses Losheim in Gespräche eintreten. Die Forderung der Landrätin für den Kreis ist klar: Das Ministerium solle alles unternehmen, um Losheim am Netz der Notfallversorgung zu halten. Nach aktuellem Stand kann das Krankenhaus nach wie vor alle Notfallpatienten annehmen und versorgen, ist hierzu sogar verpflichtet. Jedoch wird eine solche Versorgung von den Krankenkassen nicht in dem Maße vergütet, wie bei einer anerkannten Notfallklinik.

Durch Maßnahmen der vergangenen Jahre könne die Versorgung gewährleistet bleiben, betont Daniela Schlegel-Friedrich. Mit den sechs Rettungswachen im Landkreis, von denen einschließlich Wadern fünf durch den gemeinsamen Zweckverband der Landkreise in den letzten Jahren neu gebaut und auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht wurden, und dem in Wadern stationierten Notarzt sei auch weiterhin die gute Notfallversorgung im Landkreis Merzig-Wadern gewährleistet. Ergänzend ist für sie ein weiterer Punkt von großer Bedeutung: „So wichtig die Qualitätssicherung in der Notfallversorgung und Aufnahme auch ist, sie darf nicht dazu führen, dass die Notaufnahmen in der Fläche massenhaft geschlossen werden müssen. Zudem sollten die Notärzte so gut ausgebildet sein, dass sie zuverlässig entscheiden können, welche Notaufnahme den Patienten sicher versorgen kann.“