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Der Welt-Lepra-Tag ist ein Aktions- und Gedenktag, der 1954 eingeführt wurde. Er findet immer am letzten Sonntag im Januar statt. Weltweit sind rund vier Millionen Menschen von der dieser chronischen Infektionskrankheit betroffen, die durch das Bakterium Mycobacterium leprae ausgelöst wird. Die Inkubationszeit kann bei Monaten oder auch Jahren liegen.

Durch die Zusammenarbeit aller weltweit tätigen Leprahilfswerke ist die Lepra heute zwar nicht ausgerottet, jedoch unter Kontrolle. Aufgrund der Behandlungsmöglichkeiten mit Antibiotika ist Lepra inzwischen in Ländern mit entwickelter Gesundheitsversorgung nahezu ausgerottet. Hingegen in vielen Entwicklungsländern stellt die Krankheit noch ein ernstzunehmendes Problem dar. Ein Großteil der Erkrankten lebt in Indien. In Afrika gibt es viele Kranke und in Brasilien ist Lepra noch ein ernstes Problem.

Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe arbeitet seit 61 Jahren für Menschen, die an Lepra, den medizinischen Folgen der Krankheit oder sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung leiden. Gemeinsam mit ihren Partnern der internationalen Vereinigung der Lepra-Hilfswerke ILEP arbeitet die DAHW äußerst erfolgreich in diesen Bereichen. Die jüngsten Zahlen für das Jahr 2016 belegen dies eindeutig: Die Zahl der erkrankten Kinder ist innerhalb eines Jahres um 3 Prozent auf 18.200 zurückgegangen, die Zahl von sichtbaren Behinderungen bereits bei der Diagnose sogar um fast 9 Prozent auf 12.800. Beide Zahlen sind wichtige Indikatoren für die Lepra-Kontrollarbeit.
Leider steigt in der jüngeren Vergangenheit die Zahl der Menschen, die an Lepra erkranken. Mehr als 220.000 waren es im Jahr 2016, mindestens 6.000 mehr als im Vorjahr. Allein in Indien wurden bei Reihenuntersuchungen im Rahmen der Polio-Impfungen mehr als 30.000 neue Lepra-Erkrankungen festgestellt.

Um Lepra endgültig zu besiegen, muss noch viel unternommen werden. Eine Impfung zur Heilung der Krankheit wäre ein großer Schritt auf diesem Weg. Die hohen Kosten für die Erforschung einer solchen Impfung sind jedoch kaum zu finanzieren.

Eine Prophylaxe, ein vorbeugendes Medikament, das die Gefahr einer Ansteckung verhindern oder zumindest verringern kann, ist weniger kostenintensiv und daher leichter umzusetzen. Derzeit erforscht die DAHW in Tansania eine mögliche Prophylaxe.

Wer die Arbeit der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe unterstützen möchte, ob als ehrenamtliches Engagement oder als Spende, findet auf www.dahw.de/spenden-helfen.html weitere Information.

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