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Kleine und große Themen, Kritik, aber auch viele Ideen und Lösungsvorschläge kamen in den sieben Zukunftswerkstätten im Rahmen des Projekts „Jugendge-rechte Kommune“ auf den Tisch. Das Jugendamt des Landkreises Merzig-Wadern betreut dieses Projekt und hat die Treffen in jeder Gemeinde bezie-hungsweise den beiden Städten des Kreises im Sommer organisiert. Mit dabei waren neben den Jugendlichen immer Vertreter der Städte und Gemeinden. Offen, ehrlich und konstruktiv sollte es sein, und nach Auswertung aller Tref-fen steht fest: Genauso war es und es hat sich gelohnt.

Zukunftswerkstatt_Arbeitsblatt
Zukunftswerkstatt_Arbeitsblatt

Die Jugendlichen hatten viele konkrete Kritikpunkte, genauso viele konkrete Lösungsvorschläge und Ideen. Insgesamt waren bei den sieben Treffen 66 Ju-gendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 9 und 28 Jahren, die Bür-germeister sowie die Jugendpflegerinnen als Mitarbeiterinnen des Jugendam-tes.

„Es hat uns sehr gefreut, dass sich motivierte Jugendliche im Rahmen der Zu-kunftswerkstätten kreisweit eingebracht haben. Wir konnten so viele Punkte mit den Verantwortlichen ansprechen und teilweise schon angehen. Es ist uns wichtig mit solchen Projekten die Jugendlichen eigenverantwortlich einzube-ziehen und den Kreis dadurch auf lange Sicht zu einem für die jungen Leute lebenswerten Ort zu machen“, erklärt Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich.

Die häufigsten angesprochenen Themen waren: zu wenig Räume und Plätze, an denen sich die Jugendlichen aufhalten können in ihrer Freizeit, generell zu wenig Freizeitangebote, schlechte Verkehrsverbindungen zur nächsten Frei-zeitmöglichkeit (wie zum Beispiel Fußballplätze, Schwimmbäder, Freibäder), zu wenig Veranstaltungen für junge Leute und einiges mehr. Auch Themen wie das Zusammenleben mit den Erwachsenen im Ort wurde in einigen Kommunen angesprochen. Alle Beteiligten haben sich mit viel Engagement der Themen angenommen.

Zukunfstwerkstatt Perl
Zukunfstwerkstatt Perl

Die Jugendlichen bewerten das Projekt durchweg positiv, da sie so die Mög-lichkeit haben sich einzubringen und direkt mit den Verantwortlichen darüber zu diskutieren. Durch diesen Beteiligungsprozess sind die jungen Leute in Ent-scheidungen eingebunden und fühlten sich ernst genommen mit ihren Anlie-gen und Wünschen. In nahezu allen Orten sind projektorientierte Nachtreffen geplant oder wurden bereits durchgeführt, da zu viele Dinge noch nicht ab-schließend angesprochen und diskutiert werden konnten.

Hintergrund:
Die Zukunftswerkstätten wurden finanziert durch das Kreisjugendamt Merzig-Wadern sowie durch Projektmittel des Moduls „Jung und innovativ“ des EU-Förderprogramms LEADER. Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwick-lung des ländlichen Raums (ELER): Hier investiert Europa in die ländlichen Ge-biete. Dieses Vorhaben „Ist-Stand-Analyse jugendlicher Lebenswelten“ wird nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020 im Rahmen der LEADER-Strategie der Region Merzig-Wadern aus Mitteln der Europäischen Union 75% und des Saarlandes gefördert.


Bildunterschriften: In den Zukunftswerkstätten brachten sich alle Beteiligten intensiv ein und erarbeiteten Lösungsmöglichkeiten. Foto: Land-kreis/Jugendamt

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