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In seiner Sitzung am Montag hat der Kreistag dem neu vorgelegten Nahverkehrsplan für den Landkreis Merzig-Wadern zugestimmt. Dieser sichert den momentanen Stand der Nahverkehrsversorgung, alle bisherigen Linien bleiben erhalten. Die Erstellung eines solchen Plans war durch neue rechtliche Rahmenbedingungen (§ 11 ÖPNVG) notwendig geworden. Diese erweitern die Zuständigkeiten der Gemeindeverbände als sogenannte Aufgabenträger wesentlich. So ergeben sich daraus Gestaltungsmöglichkeiten bei neuen Liniengenehmigungen oder Wiedergenehmigungen bestehender Linien. Dadurch wird es möglich, beispielsweise im Laufe der Zeit die Einführung neuer alternativer Formen zu testen oder ergänzend anzubieten.

Denkbar sind unter anderem Anrufsammel- oder –linientaxi, Rufbussysteme und Bürgerbusse. Gerade im ländlichen Raum werden diese flexiblen Formen immer wichtiger. Um eine möglichst hohe Flexibilität bei der Umsetzung zukünftiger Verkehrskonzepte zu haben, beinhaltet der jetzige Nahverkehrsplan keine Detailvorgaben, sondern ist als Rahmenkonzept zu verstehen, das einen Mindeststandard definiert und zunächst allgemein gehalten ist. Es ist geplant, den Plan kontinuierlich weiterzuentwickeln, um ihn stetig den unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen des ländlichen Raumes anpassen zu können. Dazu enthält er konkrete Planungsperspektiven, die bereits bei der Wertung der Angebote Berücksichtigung finden können.

Der Nahverkehrsplan musste zum jetzigen Zeitpunkt entwickelt werden, da bis auf wenige Ausnahmen Ende 2019 alle Liniengenehmigungen im Landkreis Merzig-Wadern auslaufen und neu vergeben werden müssen. Da gegebenenfalls eine EU-weite Ausschreibung notwendig wird, muss diese zwei Jahre vor der Vergabe der Linien angekündigt werden.

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