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Landkreis Merzig-Wadern

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„So eine Mutmacherin wie Sie hatten wir hier noch nicht“, „Heldin des Sports, Heldin des Lebens“, „eine beeindruckende junge Frau“ – das sind nur einige wenige Aussagen, mit denen der Gast des Sparkassen-Sportforums am vergangenen Freitag beschrieben wurde. Rund 170 Gäste hörten der ehemaligen österreichischen Stabhochspringerin Kira Grünberg zu, wie sie offen und ehrlich über ihren Unfall vor gut zwei Jahren und dem seitdem völlig neuen Leben mit einem hohen Querschnitt im Rollstuhl berichtete. Zeitweise hätte man locker eine Stecknadel fallen hören, denn allein die minutiöse Beschreibung des Unfallhergangs, eines missglückten Trainingssprungs, sorgte für Gänsehaut. Kira Grünberg erzählte all das, was ab diesem Moment der harten Landung mit dem Genick im Einstichkasten der Sprunganlage bis zum heutigen Tag passiert ist mit einer Ruhe und Objektivität, dass man sich unwillkürlich die Frage stellte: Kann man mit einem solchen Schicksalsschlag tatsächlich so umgehen und das alles so wegstecken?

Sparkassen Sportforum_Gespräch

Offensichtlich kann es Kira Grünberg mit der Kraft der Akzeptanz. „Natürlich habe ich mir zunächst die Frage gestellt, ob ich das hätte verhindern können oder was ich falsch gemacht habe. Aber ich habe auch gemerkt, dass mich diese Fragen zermürben und nicht weiterbringen. Ich habe bereits vor dem Unfall fest daran geglaubt, dass jeder ein Lebensbuch hat mit Punkten, die vorhergesehen sind. So dass ich für mich erkannt habe, dass auch dieser Unfall für mich vorhergesehen war“, betonte die junge Österreicherin. Es sei passiert und niemand habe daran schuld. Mit dieser Strategie komme sie gut zurecht, könne nach vorne schauen und ihr neues Leben angehen. Ihr Buch zu schreiben (Mein Sprung in ein neues Leben) sei dazu die beste Psychotherapie gewesen.

Sportforum_Kira Grünberg

Ganz wichtig waren ihrer Aussage nach die Erfahrungen aus der Zeit des Profi-Sports. Der Wille sich zu quälen, auf ein Ziel hinzuarbeiten, Disziplin und innere Stärke sind auch nach dem Unfall geblieben. Ebenso die Erkenntnis, dass es für sie als Sportler, wie auch nun für sie als behinderten Menschen keinen allgemeinen, keinen generell gültigen Weg gibt. Das haben sie und ihre Eltern bereits im Krankenhaus beziehungsweise in der Reha so gesehen und für den individuell besten Weg für Kira gekämpft. Das Team um sie herum ist entscheidend, alle haben im Zusammenspiel den besten Weg erarbeitet und umgesetzt. Ein großes Ziel dabei: immer noch selbstständiger zu werden. Dazu ist viel Training und Therapie notwendig. „Diese Zeit fehlt mir im Moment etwas. Ich bin seit kurzem als Nationalrätin gewählt und habe neue Aufgaben zu bewältigen. Denn seit ich im Rollstuhl sitze, weiß ich, dass Menschen im Rollstuhl mehr Unterstützung brauchen. Dafür möchte ich nun aktiv kämpfen“, erklärte Kira Grünberg in Merzig. Sie wolle, dass es in der Gesellschaft selbstverständlich ist, dass behinderte Menschen integriert sind und beispielsweise auch in Führungspositionen sitzen. Sie sehe, dass viele Behinderte ihre Talente noch nicht zeigen könnten. Im Herzen sei sie selbst nach wie vor Sportlerin, ist Teil der internationalen Stabhochsprungfamilie geblieben. Auf ihre aktive Zeit schaut sie sehr positiv zurück, freut sich, dass sie so die Welt bereisen und viel mit Gleichgesinnten erleben konnte.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, der Vorsitzende der Sparkasse Merzig-Wadern, Frank Jakobs, und die Präsidentin des Sparkassenverbandes Saar, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, waren beeindruckt von Kira Grünberg und ihrer Kraft all dies zu bewältigen. Sie sahen es sehr als positiv und wichtig an, dass im Sportforum mal ein anderer Aspekt des Sports beleuchtet wurde. Für Daniela Schlegel-Friedrich ein wichtiger Aspekt: „Als Organisatoren ist es uns als Landkreis wichtig, möglichst viele Facetten des Sports zu beleuchten. Denn auch Kira haben Eigenschaften aus ihrer Zeit als Sportlerin geholfen, ihren Schicksalsschlag zu verkraften. Daher ist für uns die Sportförderung vor Ort ein wichtiges Thema, das beispielsweise durch diese Veranstaltung vorangebracht werden kann.“

Der Landkreis Merzig-Wadern, der Landessportverband für das Saarland, die Sparkassen-Finanzgruppe und die Sparkasse Merzig-Wadern bieten mit dem Sparkassen-Sportforum im Landkreis Merzig-Wadern ein Podium, um aktuelle Themen aus dem Spannungsfeld von Gesellschaft und Sport zu diskutieren.

Weitere Fotos des Abends finden Sie in unserer Bildergalerie.