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Landkreis Merzig-Wadern

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Neun Dörfer hatten sich für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beworben. An drei Tagen im September standen sie für die Jurymitglieder, bestehend aus Vertretern des Kreistages Merzig-Wadern, der Kreisverwaltung, der Saarschleifenland Tourismus GmbH, der Landfrauen, der Obst- und Gartenbauvereine, Frage und Antwort. Dabei konnten die Dörfer zeigen, wie gut sie für die Zukunft aufgestellt sind. Denn um ihr Fortbestehen zu sichern, müssen die Ortschaften in den ländlichen Regionen auf vielen Gebieten aktiv und innovativ sein. Die Förderung zum Erhalt der Orte ist das zentrale Ziel des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, für den sich die neun Dörfer aus dem Landkreises Merzig-Wadern angemeldet hatten.

Am Mittwochabend, 25. Oktober, stand durch die Bekanntgabe während einer Feierstunde im Landratsamt Merzig fest:
Scheiden ist der Sieger des Kreisentscheids und wird den Landkreis nun auf Landesebene im Wettbewerb mit den anderen saarländischen Kreissiegern vertreten, dicht dahinter auf dem Siegertreppchen auf Platz zwei Bietzen und auf Platz drei Wehingen und Erbringen.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (v.l.n.r.). gratuliert den anwesenden Ortsvorstehern der Dörfer, die einen der ersten drei Plätze für sich gewinnen konnten: Hubert Schwinn von Erbringen (3. Platz), Frank Schramm, stellvertretender Ortsvorsteher, und Hans Hamel von Scheiden (1. Platz) sowie Michael Gebhardt von Bietzen (2. Platz).

LandkreisMerzig-Wadern

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (v.l.n.r.). gratuliert den anwesenden Ortsvorstehern der Dörfer, die einen der ersten drei Plätze für sich gewinnen konnten: Hubert Schwinn von Erbringen (3. Platz), Frank Schramm, stellvertretender Ortsvorsteher, und Hans Hamel von Scheiden (1. Platz) sowie Michael Gebhardt von Bietzen (2. Platz).

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich freute sich über das Interesse und die Teilnahme der neun Orte. „Von mir ein ganz großes Dankeschön für Ihre Mühe, die Sie sich alle machen. Ich freue mich, dass Sie an diesem Wettbewerb teilgenommen haben und die schönen Landschaften und aktiven Dorfgemeinschaften, die unser Landkreis zu bieten hat, zeigen“, erklärte sie im Beisein von Bürgermeistern, Vertretern der Gemeinden sowie den beiden Fraktionsvorsitzenden Edmund Kütten und Evi Maringer.

„Die Jury hat viel Potential gesehen, viele gute Initiativen, ein starkes ehrenamtliches Engagement und den Willen, die Dörfer lebenswert für die Zukunft zu erhalten und auszubauen. Als Landkreis können wir sehr stolz auf unseren ländlichen Raum sein, auf die vorhandenen Strukturen, die Landschaft und die Menschen, die ganz bewusst und gerne hier leben, die die Lebensqualität genau in diesen Strukturen und der Landschaft sehen“.

Der Juryvorsitzende, Dezernent Thomas Jackl, bedankte sich bei den teilnehmenden Orten für die freundlichen Empfänge und gab einen Rückblick auf die Bereisung: „Die Kommission hat viele positive Eindrücke von unseren lebendigen Dörfern gewinnen können, wie sie mit den Herausforderungen des demografischen Wandels umgehen und sich um ihre Zukunft Gedanken machen, um die Lebensqualität in den Dörfern zu erhalten, was ein wesentliches Ziel des Wettbewerbs ist. Dies gelingt nur, wenn sich die Bewohner des Dorfes gemeinsam auf den Weg machen und engagieren. Hierfür haben wir viele positive Beispiele gefunden. So werden öffentliche Einrichtungen wie Dorfgemeinschaftshäuser durch einen hohen Anteil an ehrenamtlicher Eigenleistung erhalten und errichtet. Ohne dieses bürgerliche Engagement wäre es in Zeiten knapper öffentlicher Kassen oft nicht möglich, eine entsprechende Infrastruktur vorzuhalten.
Auch Grillhütten, Spielplätze, Dorfplätze, Grünanlagen und vieles mehr werden durch viele freiwillige Helferstunden der Dorfbevölkerung in Schuss gehalten. Soziale und kulturelle Aktivitäten wie traditionelle Dorffeste, Theateraufführungen durch eigene Laienschauspieler, die Schaffung von Erinnerungsorten an die Geschichte und kulturelle Identität der Dörfer sowie Aktivitäten im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege, der gegenseitigen Hilfe, Bemühungen, die örtliche Versorgung durch regionale Produkte zu sichern, und vieles mehr waren zu verzeichnen.
Ganz erfreulich war es für die Kommission zu sehen, dass alle Generationen in das Dorfleben eingebunden werden. Nur wenn alle miteinander - Jung und Alt - die Gestaltung des Dorflebens angehen, wird die dörfliche Lebensqualität erhalten. So wird eine Atmosphäre geschaffen, in der sich die Dorfbewohner wohl fühlen.

Die Entscheidung für den ersten Platz begründete er unter anderem damit, dass
Scheiden sich besonders durch ein außergewöhnliches Engagement der Dorfbewohner am Dorfgeschehen auszeichne. Beispielhaft hierfür sei das Dorffest am Vatertag, das stark von auswärtigen Gästen frequentiert werde, an dem fast das ganze Dorf mithilft. Aus den Erlösen des Festes werden dörfliche Projekte finanziert. Auch viele ehrenamtliche Leistungen werden erbracht: So wurden vom Obst- und Gartenbauverein, der viele junge Mitglieder hat, viele freiwillige Helferstunden aufgebracht, um ein Kelterhaus zu errichten. Am Dorfleben beteiligen sich alle Generationen, in den Vereinen sind Jung und Alt gleichermaßen aktiv. Es findet ein reger Austausch der Generationen statt. So trifft sich regelmäßig die ältere Generation mit dem Jugendclub. Parallel wurden auch zahlreiche weitere Aktivitäten, wie eine eigene Theatergruppe und der Brauch, für jeden Neugeboren, einen Obstbaum zu pflanzen, sehr positiv bewertet.

Auf Platz zwei schaffte es Bietzen, zwei dritte Plätze gingen an Erbringen und Wehingen. Dahinter reihten sich die übrigen Teilnehmer Morscholz, Düppenweiler, Thailen, Merchingen und Sinz ein.

Für den zusätzlichen Sonderpreis des Umweltministers, der mit einem Preisgeld von 2.500 Euro ausgelobt wurde, hat die Jury Bietzen nominiert. Unter dem Motto: „Miteinander leben im Dorf“ sollen Orte ausgezeichnet werden, die sich mit kreativen Lösungsansätzen des zukünftigen Zusammenlebens der Generationen stellen. Als Mehrgenerationendorf hat Bietzen mit seinem Konzept überzeugt.

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Der Wettbewerb auf einen Blick
Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ findet alle drei Jahres statt, (2017 Kreiswettbewerb, 2018 der Landeswettbewerb, 2019 der Bundeswettbewerb). Schirmherr des Bundeswettbewerbs ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Verantwortlich ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit den in den Ländern zu¬ständigen Ministerien, dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie mit den in der dörflichen Entwicklung engagierten Behörden, Organisationen und Bundesverbänden. Der Wettbewerb honoriert Dörfer, in denen von innen heraus Entwick¬lungsschritte eingeleitet werden, um aufbauend auf der individuellen Ausgangslage des Ortes die Lebensqualität für sich und künftige Gene¬rationen zu verbessern. Wettbewerb soll dazu beitragen, bestehende Infrastrukturen in den Dörfern zu erhalten und soziale Beziehungen in der Dorfgemeinschaft sowie den Auf- und Ausbau kultureller Angebote stärken.