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Für Babys und Kleinkinder, manchmal auch ältere Kinder in akuten Notsituationen sucht das Kreisjugendamt dringend Plätze in familiärer Bereitschaftsbetreuung. Solche Notsituationen können entstehen, wenn leibliche Eltern durch z.B. Gewalttätigkeit, Vernachlässigung, Drogen- oder Alkoholmissbrauch, psychische oder körperliche Krankheit und Überforderungssituationen nicht mehr in der Lage sind, angemessen für ihre Kinder zu sorgen. Zur Klärung der Perspektive und zu deren Schutz werden Kinder dann vorübergehend in Pflegefamilien untergebracht - mit der Devise: so kurz wie möglich, aber so lange wie nötig.

Von Pflegefamilien wird eine hohe Flexibilität und Kooperationsbereitschaft gefordert, da sie sehr spontan „einspringen“ müssen und unter Umständen viele Termine mit dem Kind haben können, wie z.B. Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern, Arztbesuche, Termine zur Förderung und Unterstützung des Kindes, etc. Das Kind braucht in dieser Zeit vor allem Kontinuität und liebevolle Zuwendung.

Interessierte Pflegeeltern sollten folgende Eigenschaften mitbringen: Belastbarkeit, Interesse an Kindern, Kooperationsbereitschaft, Flexibilität, Zuverlässigkeit und Toleranz. Ebenso sind folgende Bedingungen zur Aufnahme eines Pflegekindes wichtig: genug Raum für ein (weiteres) Kind, genug Zeit (keine Berufstätigkeit), pädagogische Kompetenzen aus eigenem Erleben (beruflich oder privat) und die Bereitschaft ein belastetes Kind auf Zeit zu fördern und unterstützen.

Das Jugendamt begleitet die Interessenten und bietet dazu: intensive Vorbereitung in Seminarform, fachliche Begleitung und Beratung, begleitete Besuchskontakte wenn gewünscht und/oder nötig, regelmäßige Fortbildungsangebote, jährliche Pflegefamilienfeste, Pflegeelterntreffen zum Austausch, Zahlung eines Pflegegeldes

Wer Interesse hat, ein Pflegekind in der Familie aufzunehmen, kann sich bei den folgenden Ansprechpartnerinnen des Kreisjugendamtes melden und ein Informationsgespräch vereinbaren: Eva Joris, Telefon (0 68 61) 80 238; Monika Lencik, Telefon (0 68 61) 80 144 oder Heike Sutor, Telefon (0 68 61) 80 352.

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