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„Ich freue mich, dass wir jetzt zügig mit der Umsetzung der Baumaßnahmen im Landkreis Merzig-Wadern beginnen können. Der Schulterschluss aller Beteiligten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor dieses Projektes. Der eGo-Saar wird den weiteren Prozess fortlaufend begleiten und während der gesamten Umsetzungsphase dafür Sorge tragen, dass das Projekt planmäßig umgesetzt wird“, erklärte die Verbandsvorsitzende des eGo Saar und Landrätin des Landkreises Merzig-Wadern Daniela Schlegel-Friedrich im Rahmen eines Pressegesprächs am vergangen Montag im Landratsamt in Merzig.

Wie die Umsetzung und der Zeitplan aussehen, führten der Vertreter der Bereitbandberatungs- und Koordinierungsstelle des eGo Saar, Thomas Haböck, und Bruno Stolz, Regionalmanager der Telekom Deutschland, aus. Der Startschuss des Ausbaus fällt bereits Anfang September in Wadern. „Damit möchten wir ein Signal an den Hochwaldraum geben, dass wir diesen wichtigen Bereich des Landkreises nicht abhängen wollen. Deshalb soll Wadern als erste Kommune ausgebaut werden“, betonte die Landrätin. Insgesamt profitieren nach Aussage der Beteiligten rund 7.000 Haushalte und Gewerbebetriebe in mehr als 30 Stadt- und Ortsteilen von der Maßnahme. Der gesamte Ausbau soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Thomas Haböck stellte kurz das Projekt und die aktuelle Situation in Bezug auf den Breitbandausbau im Saarland vor. Insgesamt habe man im Saarland bereits eine hohe Verteilung an Anschlüssen mit mindestens 50mbit/s. Jedoch gebe es mit Blick auf hohe NGA-Bandbreiten („Next Generation Access“) noch Versorgungslücken und dies insbesondere auch im Landkreis Merzig-Wadern. Das Projekt „NGA-Netzausbau Saar“ soll diese digitale Kluft schließen. Im September 2016 startete deshalb der kommunale Zweckverband eGo-Saar in enger Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei ein aufwändiges Auswahl- und Verhandlungsverfahren, um Netzbetreiber zu finden, die den Ausbau in allen Bereichen des Landes ohne konkrete Versorgungsperspektive vorantreiben können. „Nach intensiven Verhandlungen, die eine hohe Qualität des Ausbaus sicherstellen sollten, steht nun das Ergebnis des Auswahlverfahrens im Projekt fest. Die Deutsche Telekom konnte sich im Wettbewerb durchsetzen und wurde am 18. Mai 2017 vom eGo-Saar mit dem Netzausbau für den Landkreis Merzig-Wadern beauftragt“ erklärte Haböck.

Wie Bruno Stolz während des Pressegesprächs in Merzig erläuterte, ist für den Breitbandausbau die Verlegung von rund 30 Kilometer neuer Glasfaserkabel erforderlich. Man könne bei den insgesamt 50 Kilometern, die für den Ausbau notwendig sind, auf etwa 20 Kilometer bestehende Kabel zurückgreifen. Für die Bürger sei keine große Beeinträchtigung durch die Verlegung zu erwarten. Die Glasfaserkabel würden durch zügige Tiefbauarbeiten bis in die jeweiligen Straßen verlegt. Ab dort könne man auf die bereits liegenden Kabel zurückgreifen, die seitens der Telekom entsprechend „getunt“ werden. So dass ein Anschluss mit mindestens 50 mbit/s gewährleistet sind. Es sind bis zu 100 mbit/s möglich. Der Breitbandausbau sei ein entscheidender Schritt zur Bereitstellung einer Zukunftsinfrastruktur, die dringend gebraucht wird, überall und vor allem im ländlichen Raum, um alle Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt auch nutzen zu können, erklärte Daniela Schlegel-Friedrich.

Weitere Informationen zum Projekt:

www.breitband-saarland.de
www.breitband-saarland.de/ausbauatlas
www.telekom.de/saarland

 

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