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In der Kindertageseinrichtung St. Franziskus in Besch wurde kürzlich ein neues Bundesprogramm zum Ausbau der Betreuung von Kindern gerade in Randzeiten vorgestellt. Die Nachfrage nach diesen Zeiten, also vor sieben Uhr morgens und nach 17 Uhr abends, wird auch im Landkreis immer größer, so dass der Entschluss fiel, sich um eine Teilnahme am Bundesprogramm mit dem Titel „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“…, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu bewerben. Dadurch soll nicht die längere Verweildauer von Kindern ermöglicht werden, sondern die passgenaue Betreuung von Kindern zu bestimmten Zeiten.

KitaPlus_Vorstellung
KitaPlus_Vorstellung

Für Eltern, die beispielsweise im Schichtdienst oder zu Randzeiten arbeiten, gestaltet sich die Frembetreuung oftmals noch sehr schwierig. Denn dabei müssen die Kinder häufig von der Kita in eine Tagespflegestelle mit entsprechendem Angebot „wandern“. Beim neuen Bundesprogramm kommen die Kindertagespflegepersonen zu den Randzeiten in die Kita, so dass die Kinder dort bleiben können. In Besch sind Tagesmutter Maria Aust und die Kinderpflegerin Lea Beckendorf ins Team der Kita integriert und tauschen sich dort regelmäßig aus. Zehn Kinder sind aktuell bei Ihnen zu Betreuung.

„Ein wichtiger Grund für die Bewerbung um Teilnahme in dem Projekt war die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Das ist beispielsweise für Eltern im Schichtbetrieb oder in der Gastronomie oft noch problematisch. Positiv ist aber vor allem, dass die Kinder nicht mehr pendeln müssen zwischen Kita und Tagespflegestelle und somit mehr Ruhe im Alltag haben“, erklärte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich.

Aufgrund der Nachfragesituation wurden als erste Projektstandorte dieses Programms die Kindertageseinrichtungen St. Franziskus in Besch und St. Josef in Merzig ausgewählt. In Besch startete die Umsetzung des erweiterten Betreuungsangebots im Januar 2017, in Merzig ist sie ab April 2017 geplant. Dort dann auch bis 21 Uhr.
Projektträger sind die Gesellschaft für Infrastruktur und Beschäftigung des Landkreises Merzig-Wadern mbH (GIB) in Kooperation mit der Katholischen Kita GmbH. Die inhaltliche Umsetzung und Begleitung wurde dem Kreisjugendamt übertragen.


Bildunterschrift: Vorstellung des Modellprojektes Kita-Plus in Besch mit jungen Schützlingen sowie Perls Bürgermeister Ralf Uhlenbruch, Tagesmutter Maria Aust, Kinderpflegerin Lea Beckendorf, Landrätin Daniel Schlegel-Friedrich, Rainer Borens (Kita gGmbh), Kita-Leiterin Miriam Schwinn und Kerstin Leonhardt (Kreisjugendamt, v. l.). FOTO: Landkreis/ Werner Klein

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