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Das saarländische Umweltministerium hat für das Naturpark-Projekt „Fortführung der Lebensraum verbessernden Maßnahmen für den Weißstorch im Naturparkdorf Werschweiler“ eine Zuwendung von rund 14.000 € gewährt. Der Verein Naturpark Saar-Hunsrück förderte das Naturpark-Artenschutzprojekt für den Weißstorch im Naturschutzgebiet „Leitersweiler Buchen – Tiefenbachtal – Osterwiesen“ in Höhe von rund 3.460 €.

Mit der Schaffung eines Flachwassertümpels in der Ostertalaue in Werschweiler profitieren die Weißstörche, unzählige andere seltene Tier- und Pflanzenarten und der Mensch. Federführend und Hauptinitiator des Projektes war der Bund für Naturschutz Ostertal (BNO), mit dem der Naturpark Saar Hunsrück die Maßnahme vor Ort umgesetzt hat.

Das geförderte Weißstorchprojekt im Ostertal stellt einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität im Naturpark Saar-Hunsrück dar. Noch bessere Lebensbedingungen für die vorhandene Tier- und Pflanzenwelt wurden in der Ostertalaue mit der Wiedervernässung von Biotopen und der Umsetzung kleinräumig unterschiedlicher Mahdzeitpunkte erreicht. Die langfristige Sicherung dieser natürlichen und naturnahen Lebensräume als wichtige Biotopverbundachse für die Tier- und Pflanzenarten mit Bindung an die feuchten Grünlandbiotope der Ostertalaue ist das regionale Naturschutzziel.

Projektvorstellung durch Umweltminister Reinhold Jost im Naturparkdorf Werschweiler Nathalie Hammes
Projektvorstellung durch Umweltminister Reinhold Jost im Naturparkdorf Werschweiler
Nathalie Hammes

„Das Weißstorch-Projekt unterstützt das Verständnis und die Wertschätzung durch eine gesteigerte Bewusstseinsbildung und verstärkte regionale Identifikation für den Arten- und Lebensraumschutz des Weißstorches in der heimisch umgebenden Naturpark-Landschaft“, erläutert Udo Recktenwald, stellvertretender Vorsitzender des Naturpark Saar-Hunsrück und Landrat. „Langfristig kann die Bewusstseinsbildung und Begeisterung für die Thematik des „Weißstorchschutzes“ bei der örtlichen Naturpark-Bevölkerung nachhaltig mit Spaß und spielerischem Lernen sowie Naturerleben in den Naturpark-Schulen und bei offenen geführten Naturpark-Exkursionen vertieft werden“, fügt er hinzu. Die Faszination für Natur und Landschaft zu wecken und sie ihnen nachhaltig und erlebnisorientiert näher zu bringen, ist eine weitere Zielsetzung des Naturparks und seiner Mitgliedskommunen.

Umweltminister Reinhold Jost würdigte die langjährigen Bemühungen des Bundes für Naturschutz Ostertal. „Für Adebar ist hier im nördlichen Saarland über die Jahre ein kleines Paradies entstanden. Nachdem die Arbeit der Ehrenamtlichen im BNO im vergangenen Jahr mit den ersten Bruterfolgen belohnt wurde, bin ich mir sicher, dass mit den neuen Maßnahmen auch ein neues Weißstorchenpaar den Weg nach Werschweiler finden wird“.

Hintergrundinformationen
Im Rahmen seines Naturpark-Handlungsprogramms „Wald, Wasser, Wacken“ fördert der Naturpark Saar-Hunsrück mit Unterstützung des Landes in seinen Mitgliedskommunen Arten- und Biotopschutz-projekte sowie Umweltbildungsprojekte. Für die Errichtung des Flachwassertümpels gewährte der Naturpark-Trägerverein Fördermittel in Höhe von rund 3.450 Euro. Die Förderquote über das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz betrug 80 Prozent, mit rund 13.812 Euro.

Mit diesem Naturschutzprojekt kann langfristig die Erhaltung der Nahrungshabitate des Weißstorchs in der Ostertalaue sichergestellt werden. Stellvertretend für viele andere Arten- und Biotopschutzmaß-nahmen steht der Weißstorch für eine Tierart mit Bindung an feuchte Grünlandbiotope. Der Weißstorch stellt ein Beispiel für Biotopverbund dar, wo vor allem feuchte Wiesen und Flachwassertümpel als Nahrungsquelle benötigt werden.
Da der Lebensraum des Weißstorches steht stark mit dem menschlichen Wirken in Verbindung steht, wirkt die Tierart dadurch wahrnehmbarer und erlebbarer. Somit kann über diese Tierart das Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur besonders gut geweckt werden.

Veranstaltungsvorschau Naturpark Saar-Hunsrück KW 47 2016

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