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Im Rahmen des Modellvorhabens „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ war der Landkreis Merzig-Wadern vor kurzem Gastgeber eines Regionalworkshops. Zu diesen Konferenzen treffen sich Vertreter aller Modellregionen in regelmäßigen Abständen in einer der Regionen zum Erfahrungsaustausch und Weiterentwicklung bezüglich eines bestimmten Themas. Während der Veranstaltung im grünen Kreis stand das Thema „Beteiligung“ im Mittelpunkt. In Kleingruppen wurde in Losheim am See über verschiedene Formen der Beteiligung (in den Bereichen Senioren, Jugendliche, Familien mit Kindern) gesprochen und diskutiert, wie man das Thema in der eigenen Modellregion voranbringen kann. Dazu tauschten sich die 66 Teilnehmer ausführlich aus. Danach ging es nach Orscholz in die Räumlichkeiten des ehemaligen Kindergartens. Dort erläuterte der Leiter des Kreisjugendamtes, Ralf Michler, die Sozialraumorientierung der Jugendhilfe, die im Landkreis erfolgreich umgesetzt wird und den Ansatz der wohnortnahen Unterstützung und Betreuung klar bestätigt. Im Anschluss stellte Uto Scheidt vom Gesundheits-Netz Saar das Projekt „Zentrum für kommunale Lebensqualität in Orscholz“ vor. Abschließend gewährte der Vereinsvorsitzende Hermann Kiefer einen Einblick in die Arbeit und die Erfahrungen der „Seniorengenossenschaft Saarschleife“.

SVM Gruppenfoto_Cloef 28.9
SVM Gruppenfoto_Cloef 28.9

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich begrüßte die Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung am Tagungsort in Losheim. Dabei betonte sie die Wichtigkeit des Modellvorhabens: „Es ist gerade für uns als Landkreis mit ausgeprägtem ländlichen Raum für die Zukunft entscheidend, dass wir unter anderem innerhalb solcher Projekte die Weichen für einen lebendigen und funktionierenden Landkreis stellen, der mit einer guten Infrastruktur und passenden Angeboten für alle Generationen lebenswert ist. Deshalb freuen wir uns, dass wir als Modellregion für dieses Vorhaben ausgewählt wurden und von den Erfahrungen aller Teilnehmer profitieren können bzw. selbst Impulse weitergeben können.“

Auf einen Blick: Die Unterstützung der Daseinsvorsorge, die bessere Verknüpfung von Nahversorgung und Mobilität und damit die Verbesserung der Lebensqualität in der Region und die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Entwicklung – das sind die Hauptpunkte, an denen das neue Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität im Ländlichen Raum“ ansetzt. Der Landkreis Merzig-Wadern wurde unter 30 Bewerbern als eine von 18 Modellregionen ausgewählt und erhielt in einem ersten Schritt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 220.000 Euro zur Förderung des Modellvorhabens. Ein weiteres investives Projekt in Höhe von 85.000 Euro wurde ebenfalls schon bewilligt. Dies soll dazu dienen eine Mobilitätszentrale einzurichten. Mit dem Modellvorhaben fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Landkreise aus allen teilnehmenden Flächenländern. Insgesamt läuft das Projekt über 30 Monate, von Anfang 2016 bis Mitte 2018. Betreut wird es von der Stabsstelle Regionale Daseinsvorsorge des Landkreises Merzig-Wadern.

Bildnachweis: Alle Teilnehmer besuchten im Rahmen einer Exkursion das Wahrzeichen der Region: Die Saarschleife. Foto: Forschungsassistenz für das Modellvorhaben, Hochschule Neubrandenburg 

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