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Die Unterstützung der Daseinsvorsorge, die bessere Verknüpfung von Nahversorgung und Mobilität und damit die Verbesserung der Lebensqualität in der Region und die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Entwicklung – das sind die Hauptpunkte, an denen das neue Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität im Ländlichen Raum“ ansetzt. Der Landkreis Merzig-Wadern wurde unter 30 Bewerbern als eine von 18 Modellregionen ausgewählt und erhielt in einem ersten Schritt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 220.000 Euro zur Förderung des Modellvorhabens. Ein weiteres investives Projekt in Höhe von 85.000 Euro wurde ebenfalls schon bewilligt. Dies soll dazu dienen eine Mobilitätszentrale einzurichten. Mit dem Modellvorhaben unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Landkreise aus allen teilnehmenden Flächenländern. Insgesamt läuft das Projekt über 30 Monate, von Anfang 2016 bis Mitte 2018. Betreut wird es von der Stabsstelle Regionale Daseinsvorsorge des Landkreises Merzig-Wadern. Dort wurde zur Steuerung und Realisierung der Vorhaben eine halbe Stelle eingerichtet.

Die Planungen sehen die Erarbeitung eines Kooperationsraumkonzeptes, eines Verkehrskonzeptes und eines Beteiligungskonzeptes vor. Hinzu kommt das bereits erwähnte investive Projekt zur Einrichtung einer Mobilitätszentrale. Das Kooperationsraumkonzept soll der mittel- bis langfristigen Bündelung von Angeboten der Daseinsvorsorge – dazu gehören unterschiedliche Versorgungsbereiche wie Kinderbetreuung, Gesundheit oder auch die Versorgung mit Lebensmitteln - an räumlich möglichst günstigen Standorten dienen. Daraus sollen so genannten Versorgungszentren erwachsen. Darauf abgestimmt soll ein Verkehrskonzept entstehen, dass die Erreichbarkeit der Angebote langfristig sicherstellen kann. Hierzu ist ein flexibler Mix aus verschiedenen Beförderungsangeboten angedacht.

Das langfristige Gesamtziel des Vorhabens ist ein Beitrag zur Gewährleistung sowohl der Daseinsvorsorge und Nahversorgung, als auch der Mobilität im Landkreis Merzig-Wadern, um die Region als attraktiven Lebens-, Wohn- und Arbeitsstandort zu entwickeln und zu sichern.

Zu den einzelnen Infrastruktur-Bereichen und zu den Mobilitätsangeboten werden die relevanten Schlüsselakteure (z.B. Vertreter von Nahversorgungseinrichtungen, Vertreter der Hausärzte, Vertreter der Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste, Verkehrsunternehmen) und Vertreter aus Politik und Verwaltung in die Konzepterarbeitung einbezogen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die Beteiligung der Bevölkerung. Die Menschen der Region, das heißt die Nutzer – vor allem Kinder und Jugendliche, Senioren, behinderte Menschen, Familien - von Dienstleistungen und Angeboten der Nahversorgung und Daseinsvorsorge einerseits und den Mobilitätsangeboten andererseits sollen von Beginn an in die Konzepterarbeitung eingebunden werden. Dies soll dabei helfen, ein bedarfs- und zielgruppenorientiertes Gesamtkonzept zu erhalten.

Im Zuge dieses Modellvorhabens sind Ende September die Vertreter aller 18 Modellregionen zum zweiten Regionalworkshop in Losheim am See zu Gast. Dort geht es im Schwerpunkt um das Thema „Beteiligung“. Die Vertreter tragen in Kleingruppen ihre Erfahrungen und Ziele zusammen. Zusätzlich geht es in einer Exkursion ins Familienzentrum Perl-Mettlach nach Orscholz, unter anderem zur besseren Veranschaulichung der sozialraumorientierten Jugendhilfe.

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