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Es ist so weit: Die nächste Sonderausstellung im Stadtmuseum Wadern wirft ihre Schatten voraus. Vom 1. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017 beleuchtet die Sonderausstellung „Von Schmugglerjahren, Saargängern und dem Restkreis. 200 Jahre bewegte Geschichte des Landkreises Merzig-Wadern“ die Geburtsstunde und weitere Entwicklung des Landkreises bis heute.

A4-Plakat 200 Jahre Landkreis
A4-Plakat 200 Jahre Landkreis

Dabei geht es nicht nur um allgemeine politische Veränderungen, sondern ganz konkret um das Leben der Menschen hier vor Ort. Was bedeutete das 19. Jahrhundert mit der industriellen Entwicklung des Bergbaus und Hüttenwesens, der Einführung preußischer Verwaltungsinstanzen und dem aufblühenden Vereinsleben für den Alltag der Bevölkerung? Wie veränderte die Aufteilung des alten preußischen Kreises Merzig das Verhältnis der Bewohner von Stamm- und Restkreis? Wie war es, mit den Zollgrenzen und dem alltäglichen Schmuggel zu leben? Und wie erlebten die Menschen die zeitweilige staatliche Autonomie vor der Zweiten Saarabstimmung und dem Wiederanschluss an die Bundesrepublik Deutschland, die Gebietsreform 1974 und den Wandel hin zum modernen Landkreis Merzig-Wadern?

Zur Ergänzung der Ausstellung bittet Museumleiterin Christina Pluschke um die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Gesuct sind Leihgaben, die die wechselvolle Geschichte dokumentieren können. Das könnten beispielsweise Objekte aus dem Vereins-, Alltags- oder Arbeitsleben sein (Erinnerungsstücke an untergegangene Industriebetriebe wie die Tabakfabrik Fuchs, immer noch erfolgreiche Betriebe wie Villeroy & Boch, Bergbau oder o.ä.), aber auch Tagebücher, Poskarten oder Fotos. Ebenso sind verschiedene Pässe, Geldscheine und Dokumente aus preußischer Zeit sowie der Zeit des Saargebiets bzw. des Restkreises, des autonomen Saarlands oder 1970er Jahre bis heute interessant.

Besonders spannend ist es, wenn es möglich wäre,  zu den Besitzern der Dinge noch etwas erzählen zu können oder einfach persönliche Erinnerungen an bestimmte Zeiten weitergeben kann. Vielleicht sind beispielsweise noch alte Geschichten über die Erlebnisse an Zollstationen oder sogar ein „geschmuggeltes“ Erinnerungsstück greifbar.

„Bereits die vergangenen Sonderausstellungen zum Ersten Weltkrieg in der Region oder der Verleihung des Marktrechts an Wadern vor mittlerweile 251 Jahren profitierten stark von den zahlreichen Leihgaben und Geschichten von Privatleuten. Gerade diese unterschiedlichen Dinge, Erlebnisse und Blickwinkel ergeben ein buntes und vollständiges Bild dieser Zeit. Ich hoffe sehr, dass auch dieses Mal wieder möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises einzelne Steinchen zu dem Mosaik beitragen“, betont Christina Pluschke.


Weitere Informationen und Kontakt:

Christina Pluschke
Stadtmuseum Wadern
Im Oettinger Schlösschen
Marktplatz 4
66687 Wadern
Tel.: 06871 507 -183 oder -106
Mail: stadtmuseum@wadern.de

Im Internet: www.stadtmuseum-wadern.de 

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