Karte - Wo liegt eigentlich der Landkreis Merzig-Wadern?

Landkreis Merzig-Wadern

Bahnhofstraße 44
66663 Merzig
Telefon: 06861 / 80-0
Telefax: 06861 / 80-104
info@merzig-wadern.de

Öffnungszeiten

Mo - Do: 08.30 bis 12.00 Uhr
und  13.30 bis 15.30 Uhr
Fr:   08.30 bis 12.00 Uhr

Bitte beachten Sie die besonderen Öffnungszeiten einzelner Abteilungen.
Terminabsprachen außerhalb der Öffnungszeiten sind in allen Abteilungen möglich

Modellvorhaben Sicherung von Versorgung & Mobilität in ländlichen Räumen

Externer Link: Modellvorhaben Sicherung und Mobilität

Lob & Kritik?

Briefkasten 

115 - Die einheitliche Behördennummer

115 - Die einheitliche Behördennummer

Das Familienportal

      Externer Link: Das Familienportal des Landkreises Merzig-Wadern

InnoZ - Das SchülerZukunftsZentrum Merzig-Wadern

InnoZ-MZG

DIe Warn-App NINA

Externer Link: Warn-App NINA

Sicherheitsmaßnahmen bei atomaren Störfällen

Hier  finden Sie Informationen zum Thema Sicherheitsvorkehrungen im Falle eines atomaren Störfalls

Wunschkennzeichen &
Wunschtermin

Zulassungsstelle

Online Kennzeichen reservieren und Fahrzeug zulassen, am besten am Wunschtermin

Seiteninhalt

Der Landkreis Merzig-Wadern feierte am vergangenen Wochenende mit einem dreitägigen Fest seinen 200. Geburtstag.

Viele Bürgerinnen und Bürger feierten mit und gratulierten zum Jubiläum. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ während der Feierstunde am Sonntag von ihrem Kanzleramtsminister Peter Altmaier Geburtstagsgrüße im Namen der gesamten Bundesregierung ausrichten.

Weitere Ehrengäste der Veranstaltung waren Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Innenminister Klaus Bouillon, die Bevollmächtigte des Saarlandes in Europaangelegenheiten Helma Kuhn-Theis, Mitglieder des Landtags, des Kreistags, Vertreter der Städte und Gemeinden, die Beigeordnete des Kreises Trier-Saarburg, Stephanie Nickels sowie Landrat a.D. Kurt Matthias Linicus.

DSC_1685

Festrede der Landrätin
Nach einer musikalischen Liebeserklärung in Form eines eigens von Henrik Geidt komponierten und vorgetragenen Kreis-Liedes blickte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich in ihrer Rede zunächst auf die wechselvolle Geschichte der Region zurück. Als Geburtstag des Kreises Merzig wird der 22. Juli 1816 angenommen, der Tag, an dem der erste Landrat Heinrich Ferdinand Philipp Werner seinen Dienst in Merzig antrat. Er hatte seinen Dienstsitz in Merzig und musste mit dem Aufbau der Verwaltung bei null beginnen. Bereits am 1. November beschwerte er sich über die Situation in Merzig. Er bemängelte, dass kein ausreichender Raum für Büro und Wohnung vorhanden wäre und äußerte den Wunsch, seinen Dienstsitz nach Wadern zu verlegen. Seinem Gesuch wurde nicht stattgegeben. Merzig blieb Dienstsitz der Landräte. Aber erst 75 Jahre später wurde ein Dienstgebäude, das erste Landratsamt in Merzig gebaut. Die Situation im Kreis war alles andere als gut, die rund 21.000 Bürgerinnen und Bürger lebten großenteils bei großer Armut in schlechten Lebensverhältnissen. Rund die Hälfte der Bevölkerung war auf öffentliche Unterstützung angewiesen. Die Straßen und das Wegenetz waren äußerst primitiv, in weiten Teilen unbefestigt. Es fehlten Brücken, nur mit Fähren konnte die Saar überquert werden. Es war ein schweres, ein von Landwirtschaft und harter Arbeit geprägtes Leben.
Das hat sich glücklicherweise innerhalb der letzten 200 Jahre gravierend verändert. Durch den Bau der Saarbrücken in Merzig und Mettlach, den Ausbau des Straßen- und Verkehrsnetzes, den Anschluss an die Autobahn und der dadurch anwachsenden Wirtschaft sind die Lebensbedingungen deutlich besser geworden. Der Landkreis ist heute Heimat von rund 103.000 Menschen. Er ist der flächengrößte Kreis des Saarlandes und trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs als grüner Kreis eine Region mit viel Natur geblieben. Es ist ein touristisch stark gefragter Landkreis, der mit dem Premium-Wanderwege-Netz sowohl für Gäste, als auch für Einheimische äußerst attraktiv. Die Verwaltung selbst ist mit den Jahren genauso wie die Einwohnzahl stark gewachsen und ist heute eine Verwaltung mit einem großen Aufgaben- und Dienstleistungsangebot. 380 Mitarbeiter sorgen dafür, dass alle Verwaltungsaufgaben erfüllt werden. Das Leitbild „Wir sind für Sie da“ steht über allen Aufgaben.

DSC_1677

Festrede der Ministerpräsidentin
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hob in Ihrer Festrede deutlich hervor, wie gut sich der Landkreis aus seiner wechselvollen Geschichte heraus entwickelt hat. Er sei inzwischen Teil des Herzstücks der saarländischen Industrie mit Firmen wie Villeroy & Boch, Thyssen-Krupp, Saargummi oder der Beckinger Schraubenfabrik. Zudem sei er beispielsweise durch das weltweit anerkannte Leibniz-Zentrum Schloss Dagstuhl – das ist eines der größten Leibniz-Zentren weltweit– ein Wissenschaftsstandort, der viele führende Wissenschaftler aus der ganzen Welt ins Saarland bringt. Zudem sei er ein inzwischen neben der Landwirtschaft ein touristisch geprägter Landkreis. „Der grüne Kreis spielt im Saarland eine wichtige Rolle. Er liegt im Dreiländereck, im Herzen Europas und beheimatet das Symbol des Saarlandes schlechthin: die Saarschleife. Sie erinnert an ein Hufeisen, das passt auch recht gut. Denn jeder der hier lebt, kann glücklich sein“, betonte die Ministerpräsidentin. Der Landkreis habe viel zu bieten und leiste damit einen wertvollen Beitrag zum Wohlstand und der Zukunftsentwicklung des Saarlandes. Vor allem mache den Landkreis aber eines aus: die Menschen, die hier leben. Das sei symbolisch daran zu sehen, wie die Feierlichkeiten am Wochenende abgelaufen sind, das Dankeschönfest für Ehrenamtler groß und am Samstag, die Feierstunde klein und erst am Sonntag. Diese Gewichtung sei absolut richtig und stehe dem Landkreis gut zu Geschichte. Denn die Menschen seien es, die den Kreis lebendig machen und ihm Charakter geben, erklärte die Ministerin. Zu immer wiederkehrenden Diskussionen um die Zusammenlegung von Landkreisen sagte Annegret Kramp-Karrenbauer abschließend: „Wir werden im Saarland Strukturen verändern müssen. Ich bin aber auch der Meinung, dass man es sich gut überlegen sollte, ob man gewachsene Strukturen zerschlägt.“

DSC_1940

Festrede des Kanzleramtsministers und Ministers für besondere Angelegenheiten
Peter Altmaier vertritt den Landkreis seit 22 Jahren im Bundestag. Er betonte in seiner Rede, er habe in dieser Zeit die Gegend in allen Facetten sehr gut kennengelernt: die kulinarischen Aspekte bei Festen wie dem Weinfest in Perl bzw. Nennig oder dem Viezfest in Merzig genauso wie die architektonische Schönheit. Gerne bringe er auch Gäste aus dem Ausland mit in den Landkreis, um zu zeigen, wie hier im Dreiländereck Europa gelebt wird. Der grüne Kreis habe es zudem geschafft, eine bürgernahe und ländliche Struktur zu erhalten. Es gebe ein außergewöhnlich ausgeprägtes Vereinsleben, man kennt sich und trifft sich. Es sei bemerkenswert, wie vorbildlich die Vereinskultur hier ist, junge Leute seien oft in mehreren Vereinen aktiv. „Lasst uns diese Kultur bewahren und auch jungen Flüchtlingen zeigen, wie schön es ist im Verein aktiv zu sein, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein. Das ist wichtig für die Integration und für die Vereine“, forderte Peter Altmaier. In Anbetracht der Ereignisse in Nizza und in der Türkei sei es vor allem wichtig zu begreifen, dass die europäische Integration das Beste ist, was den europäischen Völkern passieren konnte. Und es lohne sich dafür zu kämpfen, dieses Europa zu erhalten.

DSC_2048

Mit ihrem pointierten und absolut treffenden Mundartvortrag gelang Irmgard Diwersyy ein humorvoller und genauso realistischer Blick in die Vergangenheit auf dem Dorf und ein augenzwinkernder Seitenhieb auf die Entwicklungen der modernen Zeit. Die festliche, musikalische Umrahmung der Feierstunde gestaltete das Klavier-Duo Klavier-Duo Ji Young Kim und Hwan-hee Yoo.

Mehr Bilder gibt es in der Bildergalerie Feierstunde “200 Jahre Landkreis Merzig-Wadern“