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Landkreis Merzig-Wadern

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Seit diesem Schuljahr werden am BBZ Hochwald in Wadern-Nunkirchen minderjährige Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan in der Form „Berufsvorbereitungsjahr Flüchtlinge“ unterrichtet, mittlerweile in drei Klassen. Um diesen Schülern das renommierte duale System deutscher Ausbildung nahe zu bringen, hat die Schule das Projekt „BePA“ entwickelt: Betriebsbesichtigungen, Praktikum, Ausbildung.

Auf der Flucht vor dem Krieg sind die Jugendlichen oft ohne Zeugnisse nach Deutschland gekommen. Ihnen kann hier ohne Prüfung meist kein Bildungsabschluss zuerkannt werden. Ziel des Schul-Projektes ist es, die meisten ausbildungs- und arbeitsfähigen Jugendlichen gemäß ihrer Interessen und Talente über ein Praktikum in eine Ausbildung zu bringen. „Viele der Jugendlichen lernen erstaunlich schnell unsere Sprache und sprechen Deutsch auf einem guten Verständigungsniveau. Es ist anzunehmen, dass eine Vertiefung der Sprachkenntnisse noch schneller und besser im Rahmen einer Integration in einem Betrieb zu erreichen ist als in separativer Unterrichtung an unserer Schule“, erklärt Schulleiter Christoph Lauck. „Darüber hinaus können die Jugendlichen auch im Rahmen einer Ausbildung weiterführende Abschlüsse erreichen und mit entsprechender Motivation sogar ein Studium anstreben.“

In den Herkunftsländern stellt eine Ausbildung keine Alternative zum Abitur dar, weil das duale System auf hochspezialisiertem Niveau wie in Deutschland so nicht existiert. Das Berufsbild, das sich die Jugendlichen am ehesten als Ausbildungsberuf vorstellen können, ist das des Kfz-Mechatronikers. Von den Tätigkeiten und Anforderungen in den metallverarbeitenden Berufen haben die Schüler jedoch kaum eine Vorstellung. Es gilt also, den jungen Leuten nicht nur ein Praktikum zu vermitteln, sondern ihnen dabei zu helfen, ihre beruflichen Interessenbereiche zunächst einmal zu entdecken und zu spezifizieren.

Die Vielfalt und hohe Qualifikation des dualen Systems wird zwar im Unterricht theoretisch vermittelt, der praktische Bezug sollte jedoch anhand von möglichst vielen unterschiedlichen Betriebsbesichtigungen hergestellt werden. Die Idee hierzu entstand im Gespräch der stellvertretenden Abteilungsleiterin Isabelle Kiehn mit dem Ausbildungsleiter der Firma Thyssenkrupp System Engineering, Heinz-Josef Lauer, welcher die jugendlichen Flüchtlinge als Erster zu einer Betriebsbesichtigung einlud. Es folgten weitere Einladungen und Initiativen umliegender Unternehmen, wie beispielsweise von Nestlé-Wagner, Villeroy & Boch Fliesen, Globus Losheim und MHA Zentgraf. Auch das Alten- und Pflegeheim St. Sebastian in Nunkirchen lud ein und zeigte den Jugendlichen ein ihnen bislang eher fremdes Berufsfeld. Aufgrund der oft traditionellen familiengebundenen Versorgung in ihren Herkunftsländern hatten die Jugendlichen bisher eher wenig Berührungspunkte mit Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen.

Um die Transferkosten zu den Betriebsbesichtigungen zu decken, unterstützte das Regionale Bildungsmanagement Merzig-Wadern (RBM) einen entsprechenden Antrag bei dem Verband ME Saar. Der Verbandsvorsitzende RA Joachim Malter brachte diesen in den neu gegründeten Verein „Saarwirtschaft hilft Flüchtlingen e. V.“ ein. Ziel des Vereins ist es, zur Integration insbesondere auch Brücken in den Arbeitsmarkt zu bauen. In einer Pressemitteilung vom 10. Dezember 2015 versprach IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch: „ (…) Gemeinsam wollen wir dazu beitragen, das Saarland zum Musterland bei der Integration von Flüchtlingen zu machen“. Um die Integration von Flüchtlingen im dualen System zu fördern, ist die hier gezeigte finanzielle Unterstützung des Berufsbildungszentrums Hochwald seitens des Vereins ein wichtiger Schritt. Und auch hier gilt der Slogan: „Großes entsteht im Kleinen“.

Das BBZ Hochwald ist eine qualitätszertifizierte berufliche Schule mit technisch-gewerblichem, sozialpflegerischem und kaufmännischem Bereich in Trägerschaft des Landkreises Merzig-Wadern. Ihr vielfältiges Bildungsangebot garantiert den Schülerinnen und Schülern beste Chancen zu einem erfolgreichen beruflichen Werdegang. (www.bbz-hochwald.de)