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Pünktlich zum Equal Pay Day am 19. März, dem Internationalen Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, schließt sich das Saarland einer bundesweiten Kampagne gegen Frauenarmut an.

Mit einer Plakat- und Postkartenaktion unterstützen die Frauenbeauftragte des Landkreises Merzig-Wadern Bernadette Schroeteler und die Frauenbeauftragte der Stadt Merzig Elisabeth Mohm diese Kampagne.

Weisen mit der Plakataktion auf die Ziele des Equal Pay Day hin: Bernadette Schroeteler, Christa Laug und Elisabeth Mohm (v.l.)
Weisen mit der Plakataktion auf die Ziele des Equal Pay Day hin: Bernadette Schroeteler, Christa Laug und Elisabeth Mohm (v.l.)

Weisen mit der Plakataktion auf die Ziele des Equal Pay Day hin: die kommunalen Fauenbeauftragte Bernadette Schroeteler, ihre Mitarbeiterin Christa Laug und Frauenbeauftragte der Stadt Merzig Elisabeth Mohm (v.l.)

„Mit unserer Landesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen Frauenbeauftragten möchten wir uns in diesem Jahr besonders für dieses Thema engagieren. So wird an verschiedenen Standorten im Landkreis Merzig-Wadern auf Entgeldlücken, Lohnunterschiede und zukünftige Frauenarmut hingewiesen. Mit der saarlandweiten Aktion wollen wir auf die ungleichen, teilweise ungerechten Lohnzahlungen bei Frauen und Männern trotz gleich verrichteter Arbeit aufmerksam machen und die Bürgerinnen und Bürger für dieses gesellschaftliche Problem sensibilisieren“, so Bernadette Schroeteler.

„Der Lohn beziehungsweise die Erwerbstätigkeit spiegelt sich in der Rente; wer wenig oder nichts einbezahlt, der bekommt im Ruhestand noch weniger oder nichts ausbezahlt. Weit mehr Frauen als Männer arbeiten für Niedriglöhne. Sie verdienen jedoch gute Beschäftigungschancen und eine gute Bezahlung. Oft ist es so, dass die Frauen die Kinder betreuen und den Haushalt führen, während die Männer ihre beruflichen Ziele verfolgen. Sind Frauen wieder in einem Arbeitsverhältnis, dann meist in Teilzeit; sie müssen täglich einen Spagat zwischen Familie und Beruf machen. Dabei sind sie genauso gut qualifiziert wie Männer und wollen genauso wie Männer beruflich aufsteigen“, erklärt die Frauenbeauftragte und fordert: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.

So erklärt sich der 19. März 2016 als gewähltes Datum für den Equal Pay Day: Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen im Jahr 2014 durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Rechnet man den Prozentwert in Tage pro Jahr um, arbeiten Frauen 79 Tage umsonst: vom 1. Januar bis zum 19. März 2016. Der Aktionstag in Deutschland markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Arbeitszeit.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich hält diese Kampagne für eine gute Idee. „Zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört ebenfalls die Lohngleichheit. Ich freue mich, dass die Frauenbeauftragte Bernadette Schroeteler diese Aktion unterstützt und das Thema in der Gesellschaft verankern möchte, so dass langfristig ein Umdenken stattfindet. Der Equal Pay Day ist kein Tag nur für Frauen, sondern ein Tag für unsere Gesellschaft und wie wir sie nachhaltig verbessern können“.

Die Plakate gibt es mit mehreren Motiven an verschiedenen Standorten
Die Plakate gibt es mit mehreren Motiven an verschiedenen Standorten

Die Plakate gibt es mit mehreren Motiven an verschiedenen Standorten

Ziel der Kampagne zum Equal Pay Day ist es, mögliche Lösungsansätze und positive Konsequenzen der Entgeltgleichheit für Unternehmen und die Zukunft der gesamten Gesellschaft aufzuzeigen. Sowohl Frauen, Männer, Mädchen und Jungen sollen für Entscheidungen und Konsequenzen im Lebensverlauf, von der Berufswahl bis zur Rente, sensibilisiert werden.
Eine Veranstaltung im Rahmen des 200. Jubiläums des Landkreises Merzig-Wadern.
Mehr Informationen auf www.equalpayday.de

Quelle Zahlen:
„Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland weiterhin bei 22 %“, Pressemitteilung Nr. 099 vom 16.03.2015, auf
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/03/PD15_099_621.html

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