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Verbraucherschutz, Ernährung, Energie, Finanzdienstleistungen, die digitale Welt: Das sind seit 1975 Themen der Verbraucherzentrale in Merzig in Beratungsgesprächen und Vorträgen.
Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich informierte sich am Mittwoch, 16. März, über die Arbeits- und Beratungsbereiche von Rosemarie Günther-Arand und Eva Ludwig, die beide in der Beratungsstelle Merzig, Am Gaswerk 10 den Kunden mit Rat und Tat zur Seite stehen, und Jürgen Zimper, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

Die Verbraucherzentrale mit barrierefreiem Zugang ist seit rund eineinhalb Jahren in diesen Räumlichkeiten. „Im Vergleich zu früher haben wir weniger Laufkundschaft, die gerade mal so reinschaut, dafür mehr Kunden, die gezielt unseren Rat suchen“, erklärt Rosemarie Günther-Arand, Diplom-Oecotrophologin, die im nächsten Jahr 40 Jahre dabei ist.

Viel zu tun gibt es immer für die Mitarbeiter, die alle halbtags arbeiten: Büro- und Honorarkräfte, Rechtsanwälte, Sachverständige. 1,2 Vollzeitstellen sind es in Merzig. „Saarlandweit sind es 35 Beschäftigte, das sind 17,2 Vollzeitstellen“, so Jürgen Zimper, „begrenzte Budgets, viele Beratungsthemen: da wird uns nicht langweilig“, fügt er schmunzelt hinzu. „Gerade die Digitalisierung und die dazugehörige Technik machen die Beratungen immer komplexer. Die digitale Welt hat viele Vorteile – wir müssen uns mit den Nachteilen beschäftigen“.

Eva Ludwig, Jürgen Zimper (v.l.), Rosemarie Günther-Arand (r.) informierten Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (2.v.r.) in der Verbraucherzentrale, Beratungsstelle Merzig, über ihre Arbeit
Eva Ludwig, Jürgen Zimper (v.l.), Rosemarie Günther-Arand (r.) informierten Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (2.v.r.) in der Verbraucherzentrale, Beratungsstelle Merzig, über ihre Arbeit

Eva Ludwig, Jürgen Zimper (v.l.), Rosemarie Günther-Arand (r.) informierten Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (2.v.r.) in der Verbraucherzentrale, Beratungsstelle Merzig, über ihre Arbeit

So erklärt Juristin Eva Ludwig: „Mit unseren Musterbriefen sind die Kunden nicht immer erfolgreich. Gerade bei Fragen der Kündigung von Online-Verträgen, Internet-Abo-Fallen, Telefonanbietern, Inkasso hilft es ihnen dann sehr, wenn die Briefe direkt von uns versendet werden. Auch die Nutzung von Smartphones ist ein Problemfeld. So können zum Beispiel kostenfreie Apps dennoch eine höhere Handyrechnung durch WAP-Billing verursachen; dabei wird beim Klicken auf eine Werbung oder einen Link die Rufnummer des Mobiltelefons mitübertragen. Mit deren Kenntnis wenden sich die Drittanbieter an die Mobilfunkanbieter, die die Posten auf die Rechnung setzen“. Sie gibt den Tipp, beim Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre einzurichten.

Auch im Bereich Ernährung informiert die Verbraucherzentrale in Einzel- und Gruppenberatungen. Jährlich gibt es 60 bis 80 Vorträge zu Lebensmitteln, Allergien, Lebensmittelverpackungen, Inhaltsstoffen, Einkaufsquellen.
„Mit unseren Vorträgen wollen wir auf die Dinge aufmerksam machen und die Verbraucher anregen, Produkte zu vergleichen“, so Rosemarie Günther-Arand. Ebenfalls in Kindergärten und Kitas ist die Verbraucherzentrale schon unterwegs. „Dort gibt es das Allergen-Management. So werden zum Beispiel im wöchentlichen Speiseplan allergieauslösende Substanzen, zum Beispiel Erdnüsse, ausgezeichnet“.

Ebenfalls zu Finanzdienstleistungen wie Versicherungen, Baufinanzierung, Geldanlage, zu Patientenverfügungen und Energieeinsparungen informiert die Verbraucherzentrale. Die Themen wandeln sich mit der Zeit. „Vor zehn bis 15 Jahren haben wir noch Umweltberatungen durchgeführt, zum Beispiel zu Wasch- und Putzmitteln“, erinnert sich Rosemarie Günther-Arand.
„Und oft sind wir die erste Anlaufstelle für allgemeine Fragen, zum Beispiel für Mietrecht; diese Personen werden dann an die entsprechenden Stellen verwiesen“, fügt Eva Ludwig hinzu.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich freute sich zu hören, dass die Dienstleistung und Beratung der Verbraucherzentrale gut angenommen wird. „Trotz aller Information sind teilweise Kompromisse in der Nutzung, Anwendung und Inanspruchnahme nötig. Man sollte mit gesundem Menschenverstand an Produkte und Dienstleistungen herangehen und aufmerksam sein, was jeder für sich selbst vielleicht verbessern kann. Ich freue mich, dass die Verbraucherzentrale den Bürgern in unserem Landkreis kompetent zu Seite steht“.

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