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Einen Zuwendungsbescheid über 385.000 Euro überreichte Umweltminister Reinhold Jost der Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Land zum Leben Merzig-Wadern e.V.“, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, auf der ersten Sitzung der LAG im Jahr 2016.

„Dass der grüne Landkreis Merzig-Wadern nun als LEADER-Region anerkannt wurde, eröffnet neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der ländlichen Region“, betont Jost bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides. „Es gibt zahlreiche Ideen und Konzepte, wie auch in Zukunft die Region Merzig-Wadern attraktiv und lebenswert gestaltet werden kann. Ich bin gespannt, welche Projekte von der LAG ausgewählt und in die Tat umgesetzt werden. Der Landkreis und allen voran die Bürgerinnen und Bürger können von allen Projekten nur profitieren.“

Umweltminister Reinhold Jost überreichte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich im Beisein des LAG-Vorstandes und der Geschäftsstelle einen Zuwendungsbescheid über 385.000 Euro LandkreisMerzig-Wadern
Umweltminister Reinhold Jost überreichte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich im Beisein des LAG-Vorstandes und der Geschäftsstelle einen Zuwendungsbescheid über 385.000 Euro
LandkreisMerzig-Wadern

Umweltminister Reinhold Jost überreichte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich im Beisein des LAG-Vorstandes und der Geschäftsstelle einen Zuwendungsbescheid über 385.000 Euro

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich freut sich über die offizielle Ernennung: „Wir freuen uns über das große Interesse aus der Bevölkerung. Viele Ideen wurden uns präsentiert, die zeigen, was man mit Kreativität alles voranbringen kann. Die Bürger in unserem Landkreis interessieren sich für ihre, für unsere Region. Sie engagieren sich, um auch in Zukunft gut und gerne auf dem Land leben zu können. Die LAG wird heute Abend die Projekte auswählen, die am besten zu unserer Strategie passen. Wir warten gespannt auf die ersten Umsetzungen dieser Ideen.“
Der Landkreis Merzig-Wadern ist seit August des letzten Jahres offiziell eine der vier saarländischen LEADER-Regionen. Mit dieser Anerkennung ist eine finanzielle Unterstützung aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes – ELER) nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020 (SEPL 2014-2020) verbunden. Die zentrale Aufgabe der Mitglieder der LAG ist es, die derzeit zehn eingegangenen Projektanträge zu bewerten und zu entscheiden, welche Konzepte im Landkreis Merzig-Wadern umgesetzt werden sollen. In einer lokalen Entwicklungsstrategie wurden fünf Handlungsfelder festgeschrieben, auf die sich die Maßnahmen der Projekte konzentrieren sollten.

So befasst sich ein Projekt-Antrag mit der einheitlichen Gestaltung der Premium-Wanderregion rund um den „Saar-Hunsrück-Steig“ und die „Traumschleifen Saar-Hunsrück“. Vorgesehen für die Premiumwanderwege sind u.a. eine innovative Beschilderung und Möblierung sowie Versorgungsautomaten mit regionalen Lebensmitteln. Hinweise auf die regionale Gastronomie sollen zudem den Wandertourismus in die Ortschaften lenken und Wertschöpfung erzeugen.

In einem weiteren Projekt haben sich die Antragsteller mit den Auswirkungen des demografischen Wandels und den veränderten familiären Strukturen beschäftigt. Mit einem Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern und hauptamtlichen Mitarbeitern der Caritas soll ein regelmäßiger Besuchsdienst, die sogenannte Seniorenpatenschaft, etabliert werden. Im Bereich Tourismus und Wirtschaft wird eine bessere Vermarktung regionaler Produkte durch ein Netzwerk mit der örtlichen Gastronomie vorgeschlagen. Um historische Veränderungen der Grenzregion Perl für Schulklassen und Kulturtourismus erlebbar zu machen, ist die Einrichtung eines einzigartigen Wanderweges mit geschichtlichen Etappen geplant.
Auch an die Nachtschwärmer im Landkreis wurde gedacht: Ein Nachtbus soll vor allem für junge Menschen nach dem Kneipen- oder Diskobesuch eine kostengünstige Alternative zum Auto darstellen.
Ein geplantes Informationszentrum im neuen Eingangsbereich des Wolfsparks in Merzig soll Nutztierhalter sowie die Bevölkerung in der Region über alles Wissenswerte zum Thema Wolf aufklären und die Vorbehalte gegenüber dem Wildtier abbauen.

Der Umweltminister bedankte sich bei den Mitgliedern der Lokalen Aktionsgruppe, die seit der Gründung im Jahr 2014 eine Lokale Entwicklungsstrategie für die Region entworfen haben und zukünftig die Umsetzung der geplanten Projekte überwachen werden. „Mein Dank gilt außerdem den Antragstellern der Projekte. Sie fassen die Bedürfnisse in der Bevölkerung zusammen und werten mit konkreten Ideen und Projekten die Region auf.“

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