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Landkreis Merzig-Wadern

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Kreis Saarlouis. Fast 1200 Tiere finden jährlich vorübergehend eine Bleibe im Hedwig Trampert Tierheim in Dillingen. Genau 48 Hunde, 100 Katzen und 20 Kleintiere leben zurzeit dort. Sie benötigen Pflege, Futter und auch tierärztliche Versorgung. Damit auch in der Zukunft die Fundtiere aus den Landkreisen Saarlouis und Merzig-Wadern in dem 2012 neu errichteten Tierheim aufgenommen werden können, haben die beiden Landkreise und ihre Städte und Gemeinden mit dem Betreiber des Tierheims, dem Tierschutzverein Untere Saar e.V. , und dem Landesbeauftragten für Tierschutz einen Konsortialvertrag geschlossen, der auch die Finanzierung der Betriebskosten des Tierheims sicher stellt.

Landkreisübergreifende Vertragsunterzeichnung mit Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Bürgermeister Michael Philippi, Landrat Patrik Lauer und Bürgermeister Lothar Christ (v.l.) . Dahinter v.l. n.r. Vorsitzender Peter Kaiser, Dr. Franz-Josef Schumacher (Tierheimleitung) und der Landesbeauftragte für den Tierschutz des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik.

pdl/Foto: Brigitta Schneider

Landkreisübergreifende Vertragsunterzeichnung mit Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Bürgermeister Michael Philippi, Landrat Patrik Lauer und Bürgermeister Lothar Christ (v.l.) . Dahinter v.l. n.r. Vorsitzender Peter Kaiser, Dr. Franz-Josef Schumacher (Tierheimleitung) und der Landesbeauftragte für den Tierschutz des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik. [pdl/Foto: Brigitta Schneider]

Landrat Patrik Lauer, der als Konsortialführer künftig als Bindeglied zwischen den Gemeinden- und Städten und dem Tierschutzverein fungiert, ist stolz, dass ein Modellprojekt geschaffen wurde, das für ein Beispiel gelungener Interkommunaler Zusammenarbeit steht und zudem noch in seiner Einmaligkeit von bundesweiter Bedeutung ist. „Tierschutz ist eine Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden. Der Vertrag zeigt, dass allen Beteiligten die würdevolle Unterbringung von Tieren am Herzen liegt. Tierschutz wird bei uns groß geschrieben“, sagte Landrat Lauer bei der Vertragsunterzeichnung im Landratsamt Saarlouis.

Die Merzig-Waderner Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich lobte die sowohl einzigartige Kooperation zwischen den Kommunen der beiden Landkreise als auch die mit dem Tierschutzverein Untere Saar e. V. „Wir sind gerne mit im Boot“, betonte Schlegel-Friedrich.

Der Losheimer Bürgermeister Lothar Christ verschwieg nicht, dass die Frage der Finanzierung des Tierheims zunächst bei den Kommunen für Wirbel gesorgt habe, aber bald Einsicht eingekehrt sei. „Wir haben eine gute und transparente Lösung gefunden“, sagte Christ.

Der Saarwellinger Bürgermeister Michael Philippi, Sprecher der Kreisgruppe der Bürgermeister aus dem Landkreis Saarlouis, gestand, „dass nachdem der Landesbeauftragte für den Tierschutz des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik, wie auch der 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Untere Saar e.V., Peter Kaiser und der 2. Vorsitzende Dr. Franz-Josef Schumacher, SOS gefunkt hätten, dass es Probleme mit der Finanzierung der laufenden Betriebskosten gebe, habe man sich unter Federführung von Landrat Patrik Lauer an die Arbeit gemacht, das Problem in Angriff zu nehmen.

Eine sehr gute, sogar beispielhafte und langfristige Lösung gefunden zu haben, stimmte Dr. Hans-Friedrich Willimzik zu. Die Tiere seien optimal untergebracht und versorgt, sagte der Landesbeauftragte für den Tierschutz des Saarlandes. Vorstand und Mitarbeiter seien nun durch das Vertragswerk bestens abgesichert. Für Vorsitzenden Peter Kaiser und Dr. Franz-Josef Schumacher ist das Vertragswerk ein Meilenstein in der 60-jährigen Geschichte des Tierschutzvereins Untere Saar e.V.

Finanzierungsgrundlagen sind jeweils der Wirtschaftsplan und die testierten Jahresabschlüsse aus dem Betrieb des Tierheims und des Tierschutzvereins. Die Städte und Gemeinden beider Landkreise zahlen jetzt einen Kommunalbeitrag von 0,90 Euro pro Einwohner pro Jahr (mit einer jährlichen Steigerung um zwei Prozent).

Der Tierschutzverein leistet einen jährlichen finanziellen Beitrag. Er hat 90 Prozent der ausgewiesenen Überschüsse zur Finanzierung bereitzustellen. Zur satzungsgemäßen Erfüllung seiner Aufgaben verbleibt dem Tierschutzverein ein Mindestbeitrag von 15 000 Euro.

Bei den letztjährigen Betriebskosten von 270 000 Euro sei das knapp kalkuliert aber machbar, findet Dr. Hans-Friedrich Willimzik. „Wir wollen den Tieren helfen, können leider nicht jedes retten“, sagte Franz-Josef Schumacher. Er verwies darauf, dass Katzen grundsätzlich eine gute Vermittlungsquote hätten; bei Hunden sei es abhängig von Größe, Rasse und Alter. Leider müssten auch immer wieder sehr kranke Tiere eingeschläfert werden. Auch die Vorbereitung von traumatisierten Tieren zur Eingliederung in einer Familie kosteten Zeit und Geld.

„Ohne das große ehrenamtliche Engagement des Tierschutzvereins Untere Saar e. V. ließe sich das Tierheim nicht betreiben“, sagte Landrat Patrik Lauer und lud die Gäste ein, das Vertragswerk zu ratifizieren.