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Viele wichtige Themen, wie der Ausbau von Fahrradwegen, Personennahverkehr, Energie, Naturschutz, Tourismus oder wirtschaftliche Entwicklung hören nicht an der Landesgrenze auf. Das liegt auf der Hand, wenn man die Lage des Landkreises Merzig-Wadern – angrenzend an Luxemburg, Frankreich und Rheinland-Pfalz – betrachtet. Die Chancen einer Zusammenarbeit, einer Kooperation wollen der Verein „Land zum Leben Merzig-Wadern“ und die Lokalen Akionsgruppen „Moselfranken“ aus Rheinland-Pfalz und „Miselerland“ aus Luxemburg ab sofort nutzen. Die Vorsitzenden der Vereine unterzeichneten am Montag eine entsprechende Kooperationsvereinbarung im Saarländischen Brennereimuseum in Tettingen, die sie im Rahmen des LEADER-Programms realisieren wollen.

Unterzeichnung_Kooperationsvereinbarung
Unterzeichnung_Kooperationsvereinbarung

Alle drei sind derzeit noch in einem entsprechenden Bewerbungsprozess. Das LEADER-Programm fördert mit Mitteln der Europäischen Union Projekte und Initiativen, die dazu dienen den ländlichen Raum zu stärken. Der Landkreis Merzig-Wadern und die beiden anderen Regionen können bei erfolgreicher Bewerbung in der neuen Förderperiode (2014-2020) LEADER-Regionen werden. In diesem Fall fließen in den nächsten sieben Jahren rund zwei Millionen Euro an Fördergeldern in den Landkreis Merzig-Wadern, die für die Umsetzung von Projekten eingesetzt werden können.

Doch die oben genannten Regionen wollen nicht nur auf ihren eigenen Bereich schauen, sondern im Sinne der Weiterentwicklung durch die unterzeichnete Kooperationsvereinbarung einen Schritt weiter gehen und über die Landesgrenze hinaus aktiv werden. Alle Beteiligten betonten während des Termins am Montag, dass das große Ziel ist, im Rahmen des LEADER-Programms die Region nach vorne zu bringen. Einige Ideen seien schon im Entstehen, konkret wird dies aber erst, nachdem alle Bewerbungen positiv verlaufen sind und es in die Umsetzung geht. „Es gibt genügend Berührungspunkte und wir sind da auf einem sehr guten Weg. Wir werden in der Praxis sehen, welche Projekte wir gemeinsam stemmen können. Klar ist aber, dass viele Themen nur dann etwas Besonderes sind, wenn wir sie über die Landesgrenzen hinweg realisieren“, betonte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, die Vorsitzende des Vereins „Land zum Leben Merzig-Wadern“. Dies bestätigten auch die beiden Vorsitzenden der beiden Lokalen Aktionsgruppen aus Luxemburg und Rheinland-Pfalz, Jürgen Dixius (Stadtbürgermeister der Stadt Saarburg und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg) und Marc Weyer (Präsident des luxemburgischen Weinbauverbandes). Ein Gedanke steht bei allen Akteuren und Projekten im Vordergrund: Es geht um die Menschen und das Leben in der Großregion.

Besonders wichtig ist den Verantwortlichen des Landkreises Merzig-Wadern die Einbeziehung von jungen Menschen aus der Region. Deshalb haben sie für Samstag, 29. November, ab 14.30 Uhr eine Bustour durch den Kreis organisiert. Dort haben alle Jugendlichen die Chance, ihre Ideen und Eindrücke einzubringen. Ebenso lädt am 18. November eine zweite Ideenwerkstatt im Gasthaus Urhahn in Haustadt ab 18 Uhr dazu ein, weitere Anregungen und Projekte zu erarbeiten, die noch in die lokale Entwicklungsstrategie einfließen. Die Strategie ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung im Rahmen des LEADER-Programms.

Auch unabhängig von der Veranstaltung können sich Vereine, Institutionen oder Einzelpersonen mit einer Idee oder einem Projektvorschlag einbringen. Ansprechpartnerin ist Janet Jung, Gesellschaft für Infrastruktur und Beschäftigung des Landkreises Merzig-Wadern mbH, Telefon (0 68 61) 80 463, Mail: j.jung@merzig-wadern.de.


Bildunterschrift: (v.l.) Marc Weyer, Daniela Schlegel-Friedrich und Jürgen Dixius unterzeichneten am Montag die Kooperationsvereinbarung. Foto: Landkreis

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