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Rund 100 Gäste folgten am vergangenen Mittwoch der Einladung von Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich zur Startveranstaltung des Leader-Programms in Orscholz. Vertreten waren Interessengruppen, Verbände, Vereine, private Personen und Vertreter der Städte, Gemeinden und des Landkreises. In diesem ersten Schritt ging es darum, den verschiedenen Akteuren vor Ort zu erklären, was das Leader-Programm ist, welche Chancen es in der Weiterentwicklung der Region dadurch gibt, und wie sich die Menschen aus der Region mit ihren Ideen aktiv in einem regionalen Entwicklungskonzept einbringen können. Mit diesem Konzept möchte sich der Landkreis um den Zuschlag als Leader-Region bewerben. Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich zeigte sich diesbezüglich optimistisch: „Wir stehen in den Startlöchern. Wir arbeiten an einem regionalen Entwicklungskonzept, dass wir mit Ihren Ideen und Anregungen vervollständigen wollen. Sie alle sollen heute Abend Motoren dieses Vorhabens und des Programms werden.“

Leader-Startveranstaltung
Leader-Startveranstaltung

Die theoretische Einführung ins Thema übernahm Sabine Ballier, die Leiterin des Referats B/4 Ländlicher Raum im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Um allen Anwesenden zu zeigen, wie Leader in der Praxis aussehen kann, stellten zwei Vertreter bereits bestehender Leader-Regionen ihre bisherigen Ergebnisse vor: Thomas Gebel von der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) St. Wendeler Land und Thomas Wallrich von der LAG Moselfranken (Verbandsgemeinde Saarburg, Konz und Trierer Land). Beide Regionen sind bereits seit mindestens einer Förderperiode oder länger im Leader-Programm und können somit auf viele Erfahrungen zurückgreifen. Die Vertreter der LAGs gaben einen kurzen Einblick in Verwaltungsstruktur, Ziele, Projekte und Partner. Dabei zeigte sich deutlich die Stärke des Leader-Programms. Denn es lässt den Regionen einen recht großen Spielraum in der Ausgestaltung der Projekte. So ist beispielsweise die Themenpalette, innerhalb derer Maßnahmen umgesetzt werden, sehr groß. Von Tourismus, Vermarktung regionaler Produkte, außerschulischen Aktivitäten, Umweltschutz oder kleineren Privatinitiativen ist vieles möglich.

Im Anschluss an diese Informationen erklärten die Vertreter der drei Hauptakteure im Landkreis Merzig-Wadern, Peter Klein, der Geschäftsführer der Saarschleifenland Tourismus GmbH, Volker Gräve, Geschäftsführer der Gesellschaft für Infrastruktur und Beschäftigung sowie der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Landkreis sowie Peter Wilhelm, der Leiter der Stabsstelle Regionale Daseinsvorsorge im Landkreis ihre Sicht auf Stärken und Schwächen der Region. Was also macht den grünen Kreis aus? Das durften die Besucher der Veranstaltung nach den Anregungen seitens der Gastgeber dann auch selbst zu Papier bringen. Jeder war eingeladen Stärken und Chancen, Schwächen und Risiken sowie mögliche Projekte aufzuschreiben. Vieles kam dabei schon heraus. Diese gesammelten Ergebnisse von Diskussionen und regem Austausch untereinander werden nun ausgewertet und in das regionale Entwicklungskonzept eingebunden. Sie dienen als Grundlage und als inhaltliche wie strukturelle Basis für das weitere Vorgehen.

Arbeitsgruppe Leader
Arbeitsgruppe Leader

Die nächsten Schritte sind die Gründung des Vereins „Land zum Leben“, der die Organisationsform der Lokalen Arbeitsgemeinschaft des Landkreises sein soll. Außerdem ist noch eine ähnliche Veranstaltung wie jetzt in Orscholz mit den Jugendlichen aus dem Landkreis geplant. Denn sie sollen mit ihren Interessen und Ideen stärker in den Fokus des Entwicklungskonzepts rücken. Dies solle ein Alleinstellungsmerkmal der Leader-Region Merzig-Wadern werden und sei deshalb so wichtig, weil es viele Jugendliche gebe, die gerne in einer ländlichen Region leben, sich aber wünschen, dass es dort auch lebenswert bleiben bzw. werden soll, betonte Volker Gräve.

Der nächste öffentliche Termin im Prozess um die Bewerbung um den Zuschlag zur Leader-Region ist am 8. Oktober. Dort wird dann auch die Auswertung der gesammelten Ergebnisse vom Startabend vorgestellt.

Weitere Informationen zum Leader-Programm finden Sie hier.

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